Berufseinstieg

Zwei Ausbilder geben 10 Tipps für den Erfolg im Azubi-Alltag

Kim Lübke

Von Kim Lübke

Do, 29. August 2019 um 16:37 Uhr

Berufseinstieg (fudder)

Pünktlich sein, Fragen stellen, Engagement zeigen: Ein Fachmann der Handwerkskammer Freiburg und eine Ausbilderin von Edeka Südwest erklären, was beim Ausbildungsbeginn wichtig ist.

Ungewohnte Umgebung, fremde Leute – eine Ausbildung ist ein neuer Lebensabschnitt, der manchmal stressig werden kann. Andreas Gäßler vom Projekt "Ausbildungsvermittlung" der Handwerkskammer Freiburg und Maria Saia, Ausbilderin von Edeka Südwest geben Tipps für einen entspannten Einstieg.

Aufgeschlossen sein, Fragen stellen
Auszubildende lernen in den ersten Tagen und Wochen viel Neues. Vieles können sie noch nicht wissen. Wenn etwas unklar ist, einfach nachfragen. So zeigt man Interesse und verhindert unnötige Fehler. Egal, ob es sich um organisatorische Fragen oder ein Anliegen zu einer Aufgabe handelt. Gerade zu Beginn der Ausbildung kann man kaum zu viele Fragen stellen.

Mitschreiben
In den ersten Tagen werden Auszubildende mit vielen Informationen überschüttet. Damit nichts verloren geht, sollten sie sich Notizen machen und alles mitschreiben, was für die weitere Ausbildung wichtig sein könnte. Daher unbedingt Schreibblock und Stift mitnehmen.

Pünktlich sein
In der Ausbildung wird Pünktlichkeit erwartet. Deshalb besser vorsorgen, dass man bei Arbeitsbeginn dort ist, wo man sein soll. Das gilt ganz besonders für den ersten Tag. Also ruhig im Vorfeld mal den Arbeitsweg testen, um unvorhergesehenen Stress zu vermeiden.

Der richtige Umgang
Ganz besonders im Kundenkontakt, aber auch im Gespräch mit Chef und Kollegen: Der richtige Umgangston ist angesagt. Wer anderen mit Freundlichkeit und Respekt begegnet, kann dasselbe erwarten.

Auf die Ansprache achten
Wird am Arbeitsplatz geduzt? Oder wird förmlicher mit "Sie" angesprochen? Hier kann es zwischen Kollegen und Chef auch Unterscheidungen geben, weshalb man genau darauf achten sollte, wie andere sich vorstellen und welcher Umgangston im Betrieb herrscht. So kommt man nicht in die unangenehme Situation, jemanden fälschlicherweise zu duzen.

Auf die Arbeitszeiten einstellen
Der Arbeitstag im Unternehmen ist oft deutlich länger als ein Schultag. Auf diese Umstellung sollten Auszubildende vorbereitet sein. Je nach Beruf ist die Arbeit auch anstrengender und fordert hohe Konzentration über längere Zeit. Das macht einem gerade in den ersten Wochen zu schaffen – aber man gewöhnt sich schnell daran.

Papierkram im Vorfeld regeln
Den Vertrag hat man normalerweise vor Ausbildungsbeginn in der Tasche. Aber auch wichtige Details wie Kontendaten, Krankenversicherung oder eine schon vorhandene Sozialversicherungsnummer können vor Beginn der Ausbildung mit dem Betrieb abgestimmt werden. Es lohnt sich auch, sich über die Haftpflichtversicherung die vermögenswirksamen Leistungen zu informieren.

Dokumentation genau nehmen
Damit nachweislich ordentlich ausgebildet wird, ist für die Auszubildenden die Führung eines Berichtshefts vorgeschrieben. Damit man die richtigen Worte dafür findet, am besten wöchentlich notieren, woran gearbeitet wurde. Damit ist auch langfristig die Pflege des Berichtshefts kein Problem.

Auf die richtige Kleidung achten
Auf den ersten Eindruck kommt es an, sagt der Volksmund. Wichtig in der Ausbildung ist deshalb auch die Wahl der passenden Kleidung. Welche Kleidung die richtige ist, hängt vor allem davon ab, welcher Beruf erlernt wird. Die wenigsten Gedanken müssen Sie sich machen, wenn der Betrieb Arbeitskleidung vorgibt. Wenn es keine feste Berufsbekleidung oder offiziellen Dresscode gibt, orientieren Sie sich am besten an den Kollegen oder fragen Sie vor Ausbildungsbeginn nach.

Engagement zeigen
Azubis sollten Tatendrang zeigen und mit Motivation und Begeisterung an neue Aufgaben herangehen. Das macht einen guten Eindruck und zeigt, dass sie wirklich Lust haben, mitzuarbeiten und Neues zu lernen. Auszubildende sollten nicht nur darauf warten, dass ihnen Aufgaben gegeben werden, sondern sollten auch aktiv nach Möglichkeiten der Mitarbeit suchen und fragen, wo sie sich einbringen können.

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