Zischup-Kommentar

Viel zu viel Verpackungsmüll

Amelie Harter, Klasse R8a, Klosterschulen

Von Amelie Harter, Klasse R8a, Klosterschulen (Offenburg)

Mo, 30. September 2019 um 00:00 Uhr

Schülertexte

Jährlich steigt in Deutschland die anfallende Müllmenge. Amelie Harter, Schülerin der Klasse R8a der Klosterschulen in Offenburg, fasst die Problematik in ihrem Zischup-Text zusammen.

Im Zeitraum von 2009 bis 2015 stieg die Müllmenge laut dem Statistischen Bundesamt von 322,2 Millionen Tonnen auf 351,2 Millionen Tonnen. Doch das ist nicht das einzige Problem. Oft wird dieser in Gewässern entsorgt oder nicht wie vorgesehen dem Recyclingkreislauf zugeführt. Etwa 1,5 Kilogramm Kleidung, 147 Kilogramm Lebensmittel und allein rund 25 Kilogramm an Plastikverpackungen wirft jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr in den Müll.

Die Probleme liegen darin, dass meistens viel verpackte Ware in unserem Einkaufskorb landet, auch werden Plastiktüten ständig neu gekauft, um Einkäufe zu transportieren. Viele Elektroprodukte sowie Dinge des täglichen Gebrauchs werden entsorgt, anstatt sie reparieren zu lassen. Auch werden viele Lebensmittel eingekauft, welche am Ende weggeschmissen werden.
Nur rund die Hälfte des Plastikmülls kann wiederverwertet werden.

Am gesamten Müllaufkommen in Deutschland haben Verpackungen einen großen Anteil. Den größten Anteil an Verpackungsmüll haben Papier und Kartons.
Diese haben aber im Vergleich zu anderen Verpackungen eine hohe Wiederverwertungsquote. Deutschland produziert mit Abstand den meisten Verpackungsmüll in der Europäischen Union.

Auch die fachgerechte Entsorgung des Kunststoffabfalls ist ein schwerwiegendes Problem. In Nord- und Ostsee, aber auch in Deutschlands Seen und Flüssen findet sich überall Plastik. Ob als ganze Flaschen, Tüten, Verpackungen oder zerrieben zu mikroskopisch kleinen Teilchen. Das schadet Tieren und am Ende uns selbst.
Fische und Schalentiere nehmen mit ihrer Nahrung das Mikroplastik auf. Wir Menschen, welche die Fische und Schalentiere verzehren, nehmen somit ebenfalls die schädlichen Kunststoffteile zu uns. Auch verenden viele Wasserlebewesen durch Plastikmüll qualvoll.
Deshalb sollte jeder Mensch schon beim Einkauf darauf achten, Ware mit unnötiger Verpackung zu vermeiden. Auch sind Stofftaschen oder Einkaufskörbe besser für die Umwelt.

Letztendlich haben wir Verbraucher es mit unserem Kaufverhalten in der Hand, wie groß die Menge des anfallenden Plastikmülls ist. Brot, Wurst, Käse, Obst, Gemüse und Süßigkeiten landen im Einkaufswagen, alles verpackt in Plastik. Unser moderner Lebensstil mag bequem sein, gut für die Umwelt ist er nicht.