HR-Dossier

Recruiting in Corona-Zeiten: Was Personaler jetzt tun können

Sa, 25. April 2020 um 10:44 Uhr

Die Krise bringt viel Unsicherheit. Dennoch sollte man in der HR-Abteilung jetzt nicht die Hände in den Schoß legen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind – ein Überblick.

Alle Recruiting-Maßnahmen herunterfahren und erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt? Keine gute Idee. Auch wenn der Hang zur Passivität während der Corona-Krise natürlich verständlich ist. Schließlich weiß man als Personaler nicht, wie das Unternehmen auf lange Sicht zurechtkommen wird, ob es danach überhaupt ein Bedarf an weiteren Kandidaten und Kandidatinnen geben wird oder ob sogar Stellen abgebaut werden müssen.

Dennoch ist jetzt eine gute Zeit, um für die Zukunft vorzubauen. Irgendwann wird die Krise überwunden sein und dann könnte die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern wieder steigen. Wer als Personaler aktiv bleibt, Kontakte knüpft und mit Transparenz und Flexibilität Vertrauen schafft, hat einen deutlichen Vorsprung gegenüber jenen Unternehmen, die ihre Recruiting-Maßnahmen komplett zurückgefahren haben. Diese Schritte sind jetzt sinnvoll:

Personalplan aktualisieren
Zunächst einmal heißt es: Alle gemachten Pläne hinterfragen und prüfen, wie der neue Personalbedarf aussieht. Welche Kräfte werden gebraucht? Sind es noch die gleichen wie vor Corona? Oder tun sich ganz andere Lücken auf? Ein gut durchdachter Personalplan ist nach wie vor das A und O, auch wenn er – zugegebenermaßen – in Corona-Zeiten auf etwas wackligen Beinen steht und immer wieder neu hinterfragt werden muss.

Virtuelles Recruiting
Persönliche Bewerbungsgespräche sind momentan nicht möglich. Dennoch sollten Personaler jetzt auf keinen Fall vielversprechende Kandidaten auf später vertrösten oder gar ganz absagen. Vorstellungsgespräche kann man auch über Videochats führen. Wer noch keine Erfahrung mit Konferenzen dieser Art hat, findet hier mehr Infos. Damit signalisiert man nicht nur echtes Interesse, sondern zeigt auch, dass man als Unternehmen flexibel und schnell reagiert.

Im Kontakt bleiben
Wer momentan nicht einstellen darf oder noch nicht weiß, ob die Stelle überhaupt besetzt werden kann, sollte dennoch mit Bewerbern und Bewerberinnen in Kontakt bleiben – am besten per Telefon oder Videochat. Gerade jetzt können Personaler mit Transparenz punkten. Wer klar und ehrlich kommuniziert, einen Plan hat und offen über den Stand im Unternehmen und den Bewerbungsprozess spricht, schafft Vertrauen, gewinnt Sympathiepunkte und bewirkt, dass Top-Kandidaten nicht vorzeitig abspringen.

Sich weiterbilden und verbessern
Jetzt ist auch die Zeit, um sich weiterzubilden und eingefahrene Recruiting-Prozesse genauer unter die Lupe zu nehmen. Läuft noch alles rund? Was kann man verbessern? Welche Strukturen sollte man überdenken? Welche über Bord werfen? In Büchern, Business-Zeitschriften und Online-Blogs finden Personaler wertvolle Ideen, Tipps und Informationen. Auch den Karrierebereich der Unternehmens-Website, Stellenanzeigen oder den eigenen XING-Auftritt sollte man hinterfragen und ihnen gegebenenfalls andere Inhalte und einen neuen, modernen Look verpassen. Hauptsache, man nutzt die Zeit sinnvoll. So ist man bestens gewappnet, wenn nach den Corona-Einschränkungen die Wirtschaft wieder ins Laufen kommt.
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