Fabulös und fehlerfrei auf den ersten Platz

Michael Neubert

Von Michael Neubert

Mi, 12. Juni 2019

Reitsport

Hans-Dieter Dreher gewinnt S-Springen bei Tiengener Reitturnier.

REITEN. Das Wetter machte dem Veranstalter RV Tiengen beim Pfingstreitturnier einen Strich durch die Rechnung. Witterungsbedingt wurde beim abschließenden Großen Preis von Waldshut-Tiengen, dem S-Springen, auf die Siegerrunde verzichtet. Auch wenn die Entscheidung beim Turnierhöhepunkt am Pfingstmontag im normalen Umlauf fiel, sahen die zahlreichen Zuschauer trotzdem Reitsport vom Feinsten. Dafür garantierte vor allem der in der Weltrangliste auf Platz 91 geführte Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen). Der Weltklassereiter vom RV Dreiländereck ritt auf Belcanto auf Platz eins, auf Cachacco Blue auf Rang drei. Da konnte nur Rebecca Hotz vom RV Schopfheim mithalten. Im Sattel von Caprice schob sie sich auf Platz zwei.

Dreher war bei Regen als dritter Reiter in den Parcours gegangen und legte mit dem elfjährigen ungarischen Wallach Belcanto ohne Abwurf mit 66,48 Sekunden eine Fabelzeit hin. Hotz und die neunjährige Holsteiner Stute Caprice lagen mit 68,21 Sekunden knapp dahinter. Als Vorletzter in der Reihe war nochmals Dreher gefordert, diesmal mit Cachacco Blue. Der 14-jährige württembergische Hengst meisterte unter Dreher die Hindernisse ebenfalls ohne Fehler und stoppte die Uhr bei 68,79 Sekunden. Hotz bestätigte ihre gute Form auf Perideaux (0/73,49), einem siebenjährigen Hannoveraner Wallach, mit Platz vier.

Linda Marschall (RSG Gnadental) und Hotz dominierten beim S-Springen am Vortag, für das Dreher nicht gemeldet hatte. Marschall siegte mit Elliot (0/69,56), Hotz ritt auf Perideaux (0/73,00) und Caprice (4/67,92) auf die Plätze zwei und drei. Erfolgreichster Verein vom Oberrhein war der RV Dreiländereck mit sechs Siegen, drei zweiten und drei dritten Plätzen. Unter anderem steuerte Thomas Mang einen ersten Platz in einer M*-Punktespringprüfung bei.

Nicht optimal waren die Wetterverhältnisse für die Dressurreiterinnen und -reiter. So manchem Paar machte der Dauerregen, der besonders am zweiten Tag auf den Sand im Viereck an der Wutach prasselte, zu schaffen. Die Zwei-Sterne-M-Prüfung, zugleich der schwerste Dressurwettbewerb beim Tiengener Turnier, gewann Tanja Gerber (RV Schopfheim) auf Coco Chanel. Sie verwies mit 67,304 Prozentpunkten Clara Brobeil von den Wehrer VPS und Medizin Partners (Dr. House/66,912) auf Rang zwei. Auf Danaris erreichte Brobeil den vierten Platz (66,471). In der Einsterne-M-Dressur schaffte es Petra Hönle (VPS/Die kleine Lady) auf Platz zwei.