Rheinfelden

Rhyfelder Wildsäu feiern ein Fest mit Bier und Foodtrucks

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

So, 16. Juni 2019 um 20:00 Uhr

Rheinfelden

Das wechselhafte Wetter am Wochenende kostete das Food & Beer Fest auf dem Festplatz beim Tutti-Kiesi-Areal wohl etwas an Publikum.

Dunkle Wolken zogen am Samstag über den Abendhimmel. Aus der Ferne war Donnergrollen zu hören. Vereinzelte Tropfen kündigten schlechtes Wetter an, und letztlich machte das Wetter der Clique einen Strich durch die Rechnung. Die erste Auflage des zweitägigen Food & Beer Fests der Rhyfelder Wildsäu 1987 auf dem Festplatz beim Tutti Kiesi hätte noch ein paar Besucher mehr vertragen. "Am Mittag war es relativ gut besucht, dann hat es abgeflacht und nimmt jetzt am Abend wieder zu", schätzte der Cliquenvorsitzende Maik Dages den Samstag ein. "Wir wollten mal wieder was Neues in der Stadt bieten und schauen, wie es angenommen wird." Food-Trucks seien derzeit angesagt, meint Dages. Das Food & Beer Fest hatte die Clique als offenes Familienfest ohne Eintritt konzipiert. "Ein normales Street-Food-Fest ist um 21 Uhr vorbei, aber wir bieten ein Abendprogramm mit Live-Musik", erklärt Dages.

Schwitzen für die Vereinskasse

Trotz des schlechten Wetters kamen zum Konzert der Karlsruher Rockabilly-Band King Cruisers noch mehr Besucher. Im Festzelt für 100 Personen hatten die Wildsäue auch für überdachte Sitzmöglichkeiten gesorgt. Mit einem Frühschoppenkonzert der Warmbacher Schmugglermusik fand das musikalische Programm auch am Sonntag seine Fortsetzung. Bei recht milden Temperaturen blieb aber auch dann der große Andrang noch aus. Neun Foodtrucks umrahmen die Cocktailbar der Rhyfelder Wildsäu und zwei Bierbrunnen, die die Clique betrieb. Dages erklärt, dass die Clique 2017 ihre letzte Hallenveranstaltung hatte und damals schon zwei Foodtrucks eingebunden hatte, um weniger Aufwand mit dem Essen zu haben. "Daraus entwickelte sich die Idee, ein Food & Beer Fest zu machen." Für die Vereinskasse schwitzen müssen die Wildsäue aber trotz der professionellen Essensversorgung. Zwanzig Helfer waren in der Bar, im Festzelt und in den Bierbrunnen im Einsatz, um ihre Gäste mit einem breiten Bierangebot und Cocktails zu versorgen. Zudem waren sechs Springer eingeplant und zwei Mitglieder für die Nachtwache eingeteilt.

"Bei besserem Wetter wäre es eine coole Party gewesen", Andreas Leber, Foodtruck Waffelträume
Am Sonntagmorgen verstärkten Mitglieder der Schmugglergilde die Wildsäue im Service. Bei den Food-Truckern hatte die Clique auf Vielfalt geachtet. Kein Essensangebot gab es doppelt. "Bei besserem Wetter wäre es eine coole Party gewesen", meinte Andreas Leber vom Foodtruck Waffelträume. "An guten Tagen geben wir 800 bis 1000 Waffeln aus. Das haben wir hier nicht geschafft." Tagsüber sei der Verkauf schleppend gewesen, abends wieder okay. Beim Foodtruck Pasta Perbene hatten sie aufgrund der Wettervorhersagen schon mit weniger Besuchern gerechnet. "Im Vergleich zu Bratwürsten servieren wir weniger, weil wir jede Portion frisch zubereiten", sagt Wolfgang Leppert. An Top-Tagen werden 250 Portionen verkauft. Für das Food & Beer Fest haben sie insgesamt so viele geplant. "Das dürfte aufgehen", meint Leppert. Am Samstag waren mehr als 100 Portionen verkauft worden. Bei besserem Wetter sieht er in dem Fest das Potenzial für mehr. Einzeln oder bis zu sechs Spieler konnten ihre Schießkünste in einer Video-Schießbude mit 24 Szenarien wie etwa Enten- oder Wildschweinjagd unter Beweis stellen. Auf einer Hüpfburg konnten sich die Kinder austoben, während die Eltern zu Burgern, Cevapcici oder Nachos griffen. "Es ist super, dass eine Clique den Mut hat, so etwas aufzuziehen", lobte ein Festbesucher. "Stark, was die auf die Beine gestellt haben."