Schüler und Eltern entwickeln große Kreativität

Danielle Hirschberger

Von Danielle Hirschberger

Mo, 22. Juli 2019

Rheinfelden

Die Gemeinschaftsschule feiert mit der Öffentlichkeit ihr erstes Schulfest und stellt die Ergebnisse aus den Projekttagen vor.

RHEINFELDEN. Vor zwei Jahren wurde aus der Schillerschule die Gemeinschaftsschule. In der GMS wird jeder Schüler auf seinem Lernniveau gefördert, das sind zur Zeit vier Lerngeschwindigkeiten, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Inklusionsschule. Für diese junge Schulart müssen noch Erfahrungen gesammelt werden, doch die steigenden Schülerzahlen sprechen für diesen spannenden Prozess. Auf Initiative der Eltern wurde das erste Schulfest der GMS am Samstag veranstaltet.

In der Gemeinschaftsschule arbeiten die Eltern deutlich mehr. Elternbeiratsvorsitzende Celina Geiger stellte einen Plan vor, Eltern, Lehrer und Schüler der GMS zogen mit und so konnte das Fest stattfinden. Väter standen am Würstchenstand oder beim Pizzabacken. Die Mütter hatten Kuchen gebacken. "Es ist ein schönes Miteinander!", sagte Celina Geiger. Auf dem Sommerfest der GMS konnten sich Angehörige unbeschwert kennenlernen und ins Gespräch kommen.

Projekttage für die Öffentlichkeit

Die beiden letzten Schultage vor dem Sommerfest hatte die Schule zu Projekttagen erklärt. Nun nutzten die Schüler die Gelegenheit, ihre Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen, sie zeigten und erklärten stolz ihre Arbeiten.

Barbara Lungwitz und Katja Schwinn marschierten mit ihrer Gruppe (jede Projektgruppe umfasste ungefähr 20 Schüler) zum Rhein hinunter, Steine sammeln. Daraus sollten Steinskulpturen geklebt und bemalt werden. Also mussten die Schüler flache Steine für Froschfüße suchen, runde Steine für einen Kopf. Sie nahmen halbe Felsbrocken mit und schleppten sie zurück in die GMS. Einer wurde ein hellblauer Eisberg mit hübschen Pinguinen, die Besucher staunten über die Fantasie der Schüler. Eine andere Gruppe fuhr mit dem Zug in den Tierpark Lange Erlen in Riehen/CH und beschäftigte sich damit, was die Tiere fressen, wann sie wach sind, wann sie aktiv sind, wie sich der Tierpark finanziert.

Markus Schwarz und Martina Ühlin stellten mit einer Schülergruppe Solarlampen aus Recyclingmaterial her. Dazu mussten die Schüler eine Holzscheibe als Lampenfuß sägen, das war gar nicht so einfach. Die Lampen brennen fünf Stunden, dann müssen sie aufgeladen werden. Eine reine Mädchengruppe hatte sich mit Naturkosmetik beschäftigt und stellte Handcreme, Lippenbalsam und Badeperlen her.

Es war eine bunte Auswahl an Projekten, in der jeder Schüler etwas für sich finden konnte. Karin Polzer und Katja Reznicek nähten mit einem Team Täschchen, Schlüsselbänder und praktische Beutel auf Nähmaschinen der Schule. In dieser Gruppe waren auch Jungs, die Lust auf hübsche Näharbeiten hatten.

Da Wanderprojekt zeigte per Beamer Fotos von den beiden Ausflügen, es gab eine Trickfilmwerkstatt, Kinderschminken, Spielen auf der Mundharmonika, Klettern, Rückschlagspiele, die Gruppe "Kicken und lesen", eine Schülergruppe, die über Infos auf dem Tablet eine Schnitzeljagd organisierte, und eine Gruppe, die Schul-T-Shirts designt. Diese T-Shirts mit der Aufschrift GMS Rheinfelden sollen das Markenzeichen der Schule werden. Die Besucher durften abstimmen, welche Vorschläge ihnen gefallen haben.

Auf dem Schulhof konnte bei der Jugendfeuerwehr Abteilung Rheinfelden mit Wasser gespritzt werden, es gab Flohmarktstände. Christine Tortomasi und Günter Schmidt vom SAK hatten einen Kreativstand aufgebaut, in zwei Hüpfburgen konnten sich Kinder austoben.

Rektor Hans Peter Brugger freute sich über das erfolgreiche Fest und ließ nch wissen, dass im Herbst mehr als 60 Schüler für die GMS angemeldet sind. "Wir fahren dreizügig, das gab es schon lange nicht mehr. Die gute Qualität der Schule scheint sich herumzusprechen!"