Rießle und Faißt klar vor Riiber

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Mo, 02. März 2020

Nordische Kombination

Nordischer Kombinierer der SZ Breitnau Weltcup-Fünfter in Lahti / Oberrieder stürmt im Teamsprint auf Rang zwei.

LAHTI. Er kam, sah und siegte monatelang nach Belieben. 13 Mal stand der Norweger Jarl Magnus Riiber in dieser Weltcupsaison schon als Einzelweltcupsieger in der Nordischen Kombination ganz oben auf dem Podest und sicherte sich damit vor einer Woche in Trondheim überlegen den Gesamtweltcup. Doch Riiber ist nicht unfehlbar. Am Samstag sprang und lief er zwar mit Joergen Graabak im finnischen Lahti zum Teamsprint-Sieg, doch am Sonntag patzte Riiber auf der Schanze, wurde von zwei Schwarzwäldern überrumpelt und musste sich mit Rang zehn begnügen.

Im Teamsprint über 2x7,5 Kilometer stand am Samstag ein Oberrieder auf dem Podest: Der für den SV Baiersbronn startetende Manuel Faißt stürmte zusammen mit Terence Weber vom SSV Geyer nach Rang drei auf der Schanze im Skating-Rennen auf den zweiten Platz, das Team Deutschland II mit Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger belegte mit 30,8 Sekunden Rückstand auf das Norweger-Duo Rang drei.

Am Sonntag hatte der Breitnauer Fabian Rießle bei heftigem Schneetreiben vermeintlich seinen ersten Saisonsieg im Visier – doch nach Rang vier auf der Schanze blieb der Team-Olympiasieger der SZ Breitnau unter seinen Möglichkeiten. 25:03 Minuten für die zehn Skatingkilometer wurden nur als 14. Laufzeit notiert. Beim ersten Saisonsieg des Japaners Akito Watabe skatete Rießle mit 15,2 Sekunden Rückstand auf Rang fünf – und war damit zweitbester Deutscher in einem Team der Stärke. Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger stürmte nach Rang acht auf der Schanze auf den dritten Platz, Einzel-Olympiasieger Eric Frenzel (SSV Geyer) wurde Sechster, Manuel Faißt, Zwölfter auf der Schanze, skatete im dichten Schneetreiben auf den neunten Platz.

Der Oberstdorfer Johannes Rydzek, der in dieser Saison noch immer auf der Suche nach jener Form ist, mit der er vor fünf Jahren vierfacher Weltmeister wurde, kämpfte sich nach verkorkstem Sprung noch auf Rang elf, Terence Weber wurde Zwölfter. Am kommenden Wochenende sind Fabian Rießle und Manuel Faißt am legendären Holmenkollen in Norwegens Hauptstadt Oslo gefordert.

Dann geht es zurück. Am 14./15. März freuen sich die beiden Schwarzwälder auf ein stimmungsvolles Heimspiel beim nun schon fünften Weltcup-Finale in Folge in Schonach.