Stabile Gresgener

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 11. September 2019

Ringen

Ringer-Verbandsligist bestätigt mit klarem Auftaktsieg gegen die RG Hausen-Zell II sein hohes Niveau.

GRESGEN (BZ). Hinter dem Genuss eines Höhenfluges verbirgt sich auch immer eine Schattenseite. In erfolgreichen Zeiten ist die mögliche Falltiefe automatisch höher. Eine Gefahr, die die Ringer des SV Gresgen zu vermeiden suchen. Zweimal belegte der Club in der Verbandsliga den vierten Platz, es sind die besten Resultate der Vereinsgeschichte, und so erleben die Ringer aus dem kleinen Örtchen derzeit ihre erfolgreichste Zeit.

Um den Höhenflug auf einem konstanten Niveau zu stabilisieren, haben die Verantwortlichen um das Trainerteam Axel Grether und Axel Sutter die Voraussetzungen geschaffen, wie der 23:9-Auftakterfolg gegen die RG Hausen-Zell II bestätigte. Seine Mannschaft hielt der SVG zusammen – und ergänzte den Kader sinnvoll. Für die oberen Klassen angelte sich Gresgen mit Sergo Gogisvanidze einen 28-jährigen Georgier, der es im Greco-Halbschwergewicht zu nationalen Ehren brachte und 2012 die Olympia-Qualifikation knapp verpasste. In der Vorrunde geht Gogisvanidze im Schwergewicht auf die Matte, bei seinem Debüt gegen Marco Waßmer wirkte sich der kleine Gewichtsnachteil von neun Kilogramm nicht negativ aus, nach rund fünf Minuten siegte der Georgier technisch überlegen (19:3) und verbuchte die ersten vier Zähler für seine neue Mannschaft.

RG-Junior Luca Zeh überrascht gegen DM-Vize Andreas Heidt

Teampunkte blieben Johannes Voegele hingegen verwehrt, er bezog im 66er Freistil gegen Florin Trifan eine Schulterniederlage. Doch die Qualität des Neuzugangs, der Regionalliga- und Bundesliga-Erfahrung beim TuS Adelhausen sammelte, dürfte sich im Laufe der Saison auch im Tableau niederschlagen. So hebt Voegele das Gesamtniveau des Kaders an, der breit aufgestellt scheint. So reaktivierte der Club vor der Saison Moritz Bauer-Voegele, Florian Probst (beide zuletzt Adelhausen), Alexander Mond (Hausen-Zell) und Enrico Di Martino (SG Eichen) sowie Dennis Petenko.

Im Derby entschied Gresgen sechs der zehn Kämpfe für sich, nach Martin Frickers 3:0-Punktsieg war der Heimerfolg praktisch (15:8) und mit Manuel Bergers Aufgabesieg nach dem drittletzten Kampf rechnerisch perfekt (19:8).

Zwar musste Hausen-Zell II die Verletzung von Manuel Kiefer (86 G) verkraften, doch verzeichnete auch der Aufsteiger seine positiven Momente zum Saisonauftakt. Dafür sorgte allen voran Nachwuchsringer Luca Zeh. Im Auftaktkampf im 57er Freistil besiegte er den deutschen Vizemeister Andreas Heidt überraschend mit 17:14. Im Freistil-Weltergewicht bot die RG ihren Bundesliga-Neuzugang Arkadiusz Böhm auf, ihm gelang ein Punktsieg gegen Denis Grether. Einer der neun Hausen-Zeller Zähler im Derby.