Ringsheimer Feuerwehr übt den Ernstfall

Adelbert Mutz

Von Adelbert Mutz

Di, 12. November 2019

Ringsheim

Jahreshauptübung am Samstag vor rund 100 Zuschauern auf einem Weingut.

RINGSHEIM (amu). Die Jahreshauptübung der Ringsheimer Feuerwehr hat gezeigt, dass die Einsatzkräfte sowohl technisch als auch taktisch gut ausgerüstet und ausgebildet sind. Das Szenario sah einen Brand in einem Ringsheimer Weingut vor. Unterstützung kam von der Ettenheimer Feuerwehr mit der Drehleiter sowie einem Einsatztrupp, der eine 600 Meter lange Schlauchleitung vom nahegelegenen Baggersee zum Übungsobjekt errichtete.

Rund 100 Zuschauer verfolgten die rund einstündige Übung. Die Zusammenarbeit mit dem DRK konnte nicht geübt werden, da die DRK-Einsatzkräfte beim Martinimarkt in Ettenheim gebunden waren.

Übungsziel erreicht, stellte Kommandant Christian Feist bei der kurzen Übungsbesprechung mit den Einsatzkräften im Tennisheim fest. Das Übungsszenario sah einen durch Schweißarbeiten ausgelösten Brand in einer Werkstatthalle vor.

Schon zwei Großbrände in diesem Jahr

Im Vordergrund standen die Rettung von zwei Personen aus dem Gebäude sowie gleichzeitig die Brandbekämpfung. Ein Atemschutztrupp rettete die beiden Verletzten aus dem verrauchten Gebäude. Durch eine Überdruckbelüftung (Ventilator) wurde die Werkshalle vom Brandrauch freigehalten. Da im offenen Gelände Löschwasser aus nur einem Hydranten nicht ausreichen würde, sorgten Kräfte aus Ettenheim innerhalb von 20 Minuten mittels einer Tauchpumpe und einer Schlauchleitung vom Baggersee für weiteres Löschwasser. Die Kräfte agierten dabei besonnen und professionell. Die Jugendfeuerwehr war für die Verkehrssicherung zuständig.

Rund 10 000 Feuerwehrleute seien im Ortenaukreis tätig, informierte Pressesprecher Volker Kern am Rande der Übung. Davon seien 5600 aktive Wehrleute, darunter lediglich 260 Feuerwehrfrauen. Eine Kommandantin gibt es noch nicht. Den Ringsheimer Aktiven der Feuerwehr gehören 43 Männer und zwei Frauen an. 15 Jungen und Mädchen sind derzeit in der Ausbildung. Im Jahr 2019 war die Feuerwehr bisher stark gefordert: Sie musste gleich zwei Großbrände im dicht bebauten Ortskern und einen Schwelbrand bekämpfen.