Philipp Teriete Quintett

CD: JAZZ: Vielschichtig, scheuklappenfrei

Udo Andris

Von Udo Andris

Do, 16. Mai 2019

Rock & Pop

Die Erlebnisse auf zahlreichen Reisen, deren Nachleuchten ("Afterglow") bilden eine wichtige Inspirationsquelle für Philipp Terietes Musik. Ebenso die Einflüsse aus Klassik, Neuer Musik, Jazz und manchem mehr. Der 1986 bei Münster geborene Pianist und Komponist - der aktuell auch an der Freiburger Musikhochschule lehrt – lädt auf seinem in New York aufgenommenen Debütalbum zu einem transkontinentalen und genreübergreifenden Trip. Gemeinsam mit Dave Pietro (Altsaxophon, Flöte), Elias Meister (E-Gitarre), Martin Wind (Kontrabass) und Joe Hertenstein (Drums) schuf Philipp Teriete (Klavier, Kompositionen) ein atmosphärisch und farblich reichhaltiges Werk. Eine Musik, die mal westafrikanische Rhythmen integriert oder den europäischen Kontrapunkt nutzt. Romantizismen finden sich ebenso wie die abstrakten Klangfiguren der Neuen Musik. Aber auch rockjazzende Grooves oder freitonales Kollektivspiel im Free-Jazz-Habitus. Und da überrascht auch mal ein Track mit (akustischen) Drum- &-Bass-Beats. Mit viel Feingefühl vernetzen die fünf Musiker ihre Instrumentalstimmen. Auf hohem Niveau bewegen sich auch die Kompositionen und Improvisationen. Mit "Afterglow" gelang Philipp Teriete ein vielschichtiges und scheuklappenfreies Werk.

Philipp Teriete Quintett: Afterglow (QFTF). Konzert: Mo, 20. Mai, Freiburg, Jazzkongress, 20.30 Uhr.