Die Nerven behalten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 12. Juli 2019

Rudern und Kanu

Lörrach-Grenzach-Wyhlener Quartett rudert für den RC Basel bei der Schweizer Meisterschaft und sammelt Medaillen ein.

RUDERN (BZ). Sie sind regelmäßige Medaillenanwärter bei der Schweizer Meisterschaft: Nachwuchsruderer vom Hochrhein, die für den RC Basel starten. Auch in Luzern waren sie wieder dabei, als es um die Vergabe der Podestplätze ging.

Es war einiges an Organisation und Manpower gefragt bei der Schweizer Meisterschaft auf dem Rotsee, der sich mit seiner Länge über rund 2,5 Kilometer und einer Breite bis zu 250 Metern bestens für Ruderwettbewerbe eignet. 582 Boote – von den U-15-Junioren bis zu den Masters – waren es, die in die Wertung gingen. Mit dabei: Ein Ruder-Quartett aus Lörrach und Grenzach-Wyhlen, das für den Basler Ruder-Club (BRC) viermal Silber gewann.

Mussten am zweiten Tag die Vorläufe wegen eines heftigen Gewitters unterbrochen werden, ließen die Wetterbedingungen am Sonntag beste Wettkämpfe zu. Den Medaillenreigen für den BRC, der drei Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen verbuchte, eröffnete die U-15. Oscar Morton Krause aus Grenzach-Wyhlen ruderte hier gemeinsam mit Nicolas Bertossa zu Silber und wiederholte diesen Erfolg im Doppelvierer, der in der Besetzung Krause/Bertossa/Lorenz Hornig, William Duff ins Wasser ging.

Im Rennen der Doppelzweier waren es gut viereinhalb Sekunden, die dem Basler Ruder-Duo (3:29:14 Minuten) nach 1 000 Metern zum Siegerboot des SC Zug (3:24:52) fehlten. Ihren Vorlauf hatten Krause/Bertossa gewonnen, im Halbfinale waren sie Zweiter hinter dem späteren Siegerboot geworden, sie konnten ihre Zeit im Sechser-Finale immerhin knapp verbessern.

Im Doppelvierer war sogar mehr drin. Hier verpasste der Grenzacher Krause nur um 24 Hundertstelsekunden den Meistertitel, das Basler Boot (3:24:68) musste sich knapp dem Quartett des Grashopper Club Zürich (3:24:44) geschlagen geben. Unter dem Strich dennoch ein erfreuliches Ergebnis für die Trainerinnen Constanze Olaf (Lörrach) und Lissa Koelbing.

Ebenfalls zu Silber kamen in Luzern Paula Bieg (Lörrach) und Vivien Goretic (Grenzach-Wyhlen), die mit Chiara Wooldridge und Laura Villiger bei den Juniorinnen U 17 einen Doppelvierer bildeten. Im Finale über 1500 Meter hatten sie keine wirkliche Gold-Chance gegen ihre Schweizer Konkurrenz, die RGM SC Stansstad/SC Küsnacht (5:11:82) erreichte mit gut sieben Sekunden Vorsprung auf die Baslerinnen das Ziel, die ihren Vorlauf am Tag zuvor noch klar für sich entschieden hatten. Doch angesichts der Vizemeisterschaft war das zu verschmerzen. Im Finale der Doppelzweier verfehlten Paula Bieg und Vivien Goretic eine zweite Medaille, es fehlten ihnen als Viertplatzierte 1,80 Sekunden zum ersten Podestplatz.

Ein spannendes Rennen um Silber in der Kategorie Doppelzweier Elite Männer Leichtgewicht lieferten sich die Lörracher Jonathan Bieg und Julius Olaf, die schon ihren Vorlauf gegenüber ihrem ärgsten Konkurrenten mit Vorsprung gewonnen hatten und im Finale der besten sechs Boote die Nerven behielten. Bieg/Olaf konnten auf der 2 000 Meter langen Strecke konsequent Boden gegen die RG Küsnacht/Club Canottieri Lugano gut machen und fuhren auf Platz zwei ein.

Die beiden U-23-Ruderer aus Lörrach, die mit 19 Jahren im Eliterennen zu den Jüngsten zählten, mussten sich in einer Zeit von 6:43:50 Minuten lediglich dem Boot des RC Blauweiss Basel (6:38:62) geschlagen geben.