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Rückenwind für Sicherheit

Claudia Kleinhans

Von Claudia Kleinhans

Mi, 04. Juli 2012 um 17:45 Uhr

E-Bikes liegen im Trend – auch bei der jüngeren Generation. Dank der eingebauten Elektromotoren fällt es leichter, weite Strecken mit wenig Muskelkraft und höherer Geschwindigkeit zurückzulegen. Doch Geschwindigkeit bedeutet auch Risiko.

Entspanntes Radeln dank eines ständigen Rückenwinds – E-Bikes und Pedelecs (Pedal Electric Cycle) haben den Traum viele Radfahrer inzwischen wahr werden lassen. Dank der eingebauten Elektromotoren fällt es leichter, weite Strecken mit wenig Muskelkraft und höherer Geschwindigkeit zurückzulegen. Doch Geschwindigkeit bedeutet auch Risiko.

Auch wenn die motorisierten Drahtesel momentan in aller Munde sind, häufig werden die Begriffe E-Bike und Pedelec durcheinander geworfen. Während man mit einem E-Bike auch ausschließlich per Elektromotor fahren kann, schaltet sich der Antrieb eines Pedelecs nur zu, wenn die Pedale mit Muskelkraft angetrieben werden. Deshalb benötigen echte E-Bikes, ebenso wie Mofas, auch ein Kennzeichen und sind versicherungspflichtig. Die meisten Pedelecs unterstützen den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern, ein E-Bike oder ein S-Pedelec hingegen kann motorisierte Geschwindigkeiten von bis zu 45 Stundenkilometer erreichen. Rund 97 Prozent aller verkauften Pedelecs gehören laut Zweirad-Industrie-Verband zum ersteren Typ. "Die höheren Geschwindigkeiten bringen natürlich eine stärkere Belastung des Materials mit sich", erklärt Roman Böckling von Hild-Radwelt in Freiburg, "sowohl Bremsen, Reifen als auch der Rahmen müssen auf die höhere Beanspruchung ausgelegt sein." Gerade der Rahmen erweist sich oft im wahrsten Sinne des Wortes als Knackpunkt, denn Rahmenbrüche sind häufige Unfallursachen. Bei rund 15 Prozent aller Rahmenbrüche kam es laut Allgemeiner Deutscher Fahrradclub zu einem schwerwiegenden Unfall.

Auch bei der Einbaulage und der Charakteristik des Motors heißt es, einiges zu beachten: Nur Motoren, die ihre Kraft nicht ruckartig, sondern linear zum Treteinsatz abgeben, vermitteln ein sicheres Fahrgefühl. Nicht zu empfehlen sind Nabenmotoren im Vorderrad. Vor allem dann nicht, wenn der Motor nicht analog zur Tretkraft arbeitet. Hier kann es besonders auf nassem Untergrund zu kritischen Situationen durch Wegrutschen des Vorderrads kommen. Ein Helm ist zwar nicht Pflicht, als Radfahrer aber immer ratsam.

Wer mit höherer Geschwindigkeit unterwegs ist, sollte auf sich aufmerksam machen. "Dazu gehört vor allem die Lichtanlage", so Böckling. Die meisten Pedelecs oder E-Bikes verfügen über ein Standlicht, so dass der Fahrer auch bei ruhendem Rad, etwa an der Ampel, nicht übersehen wird. Sogar heller werdende Bremslichter sind bei hochwertigen Modellen inzwischen verfügbar, ebenso wie Tagfahrlicht. Bei der Kleidung gilt Mut zur Farbe: Statt des dunklen Regencapes bieten sich Modelle in Neon- oder Signalfarben an, auch Reflektoren sind sinnvoll. Häufig vernachlässigt: die Klingel. "Eine Klingel ist ein Signal für gegenseitige Aufmerksamkeit", sagt Böckling, "natürlich sollte sie nicht inflationär verwendet werden, ein kurzes Klingeln kann dennoch helfen, Unfälle zu vermeiden."

Zudem sollte man sich von der hohem Geschwindigkeit nicht zu waghalsigen Überholmanövern hinreißen lassen. Auch wenn andere Radfahrer langsamer sind, sollte nur bei ausreichendem Platz überholt werden. Denn aufgrund der Geschwindigkeitsunterschiede und der geringen Breite der Wege muss im Ernstfall mit schweren Unfallfolgen für Rad-und Pedelecfahrer gerechnet werden. Doch auch für die Autofahrer gilt: Augen auf! Denn mit den neuen Pedelecs sind auch Senioren oft schneller als erwartet unterwegs. An Gefahrenstellen wie Einmündungen, Ausfahrten oder Kreuzungen besser zweimal hinschauen und abbremsen, als einen Unfall zu riskieren.

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