"Ruhetag" spielt am Freitag am Pool

Karin Heiß

Von Karin Heiß

Di, 18. Juni 2019

Waldkirch

Die frühere Rock-Band aus den 1980ern gibt am 21. Juni ein Konzert im und zu Gunsten vom Gutacher Schwimmbad.

GUTACH. Am kommenden Freitag, 21. Juni, gibt’s ab 21 Uhr "Rock am Pool" im Freibad in Gutach. Das Benefizkonzert zugunsten des ältesten Schwimmbads im Elztal, nämlich das, wo dieses Event stattfindet, wird gestaltet von der Band "Ruhetag". Beim Pressegespräch vor Ort erzählten vier der fünf Mitglieder, wie die Band vor 38 Jahren entstand, nach längerer Pause wieder zusammen fand und was die Besucher zu erwarten haben.

Schlagzeuger Christian Frey aus Waldkirch, genannt "Holzbein", erzählte: "Die Idee, eine Schulband zu gründen, kam uns an einem geselligen Abend in Buchholz im Gasthaus ’Sonne’." 1981 haben die fünf Musiker dann als Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) nach der "konstituierenden" Probe ihre Band unter dem Namen "Ruhetag" gegründet. Bassist Klaus Wehrle, genannt "Schriener", aus Bleibach, Gebhard Joos (Gitarre/Gesang), "Gebi" aus dem Indianerviertel in Elzach, Dietmar Wiesler (Gitarre/Gesang), "Fetzer" aus Siensbach, und Christof Schill (Keyboard), der "Schillerbub" vom Ladhof in Prechtal, zählen dazu. In dieser Besetzung gaben sie laut "Fetzer" einige Konzerte bis 1984. Im ersten Jahr waren sie unter anderem im Juze in Kollnau und beim Abiball vom GSG zu hören. "In den 1980er Jahren musstest du um Räumlichkeiten für Rock-Konzerte wirklich kämpfen", erinnerte sich "Gebi". So habe man den Rektor bekniet, mal im Kunstsaal der Schule auftreten zu dürfen. Das durfte "Ruhetag" dann auch, in Absprache mit dem Hausmeister. Das Konzert sei bei den jungen Leuten gut angekommen, doch viele Lehrer hätten die Flucht ergriffen. Offiziell aufgelöst haben die Fünf ihre Band zwar nie, doch durch berufliche und private Angelegenheiten folgte eine jahrelange Pause. Bei Abitreffen sahen sich die Schulfreunde immer mal wieder. "Schon beim 20-Jährigen ging uns die Büchsenmusik auf die Nerven. Wir empfanden die als Frechheit", erklärte "Gebi". "Das führte dazu, dass wir 2013 beim 30-jährigen Abitreffen beschlossen, nun bringen wir unsere Band wieder zusammen", berichtete der "Schriener". Gesagt, getan. Geprobt wird immer dann, wenn alle in ihrer Heimatregion anzutreffen sind, und zwar im Bizzz, das laut "Holzbein" super dafür geeignet ist – "Es sind immer Getränke im Kühlschrank" – und praktischerweise Bandmitglied Klaus Wehrle gehört.

Seit der "Wiedervereinigung" spielte "Ruhetag" schon zweimal beim jährlichen Open Air des Tischtennisclubs (TTC) an der Freizeitanlage in Suggental – auch dieses Jahr am 20. Juli wieder – und bei Geburtstagspartys. "Wir spielen immer für einen guten Zweck und aus Spaß an der Freud'", betonte "Fetzer". Bisher gingen die Erlöse aus Konzerten an den TTC Suggental und den Kindergarten in Bleibach. "Dieses Mal ist der Erlös für das Schwimmbad in Gutach bestimmt", ergänzte Wehrle. Einem Treffen von Bauamtsleiter Markus Adam mit Christian Frey ist es zu verdanken, dass "Rock am Pool" mit "Ruhetag" nun stattfindet. "Christian Frey erzählte mir, dass er Musik macht und auch, wer bei seiner alten Band noch dabei ist. Da sagte ich, dass muss ich unbedingt mal hören." "Und jetzt liefern wir", unterstrich der "Schriener". Die Schwimmbad-Betreiber, Konstantin und Marinette Harr, waren von der Idee, ein Rock-Konzert im Freibad zu bieten, gleich begeistert. Die Bewirtung übernimmt der Freundeskreis des Bads. "Und die Pfingstferien bieten sich an, da haben viele Leute Urlaub", sagte Wehrle zur Wahl des Termins.

"Gute, alte Rock-Stücke" von bekannten Bands

Nun zum Repertoire: "Früher coverten wir richtig schlimme Sachen, zum Beispiel von den Straßenjungs und Extrabreit", sagte "Holzbein". Heute seien es "die guten alten Rock-Stücke", von BAP, Udo Lindenberg, UFO, Deep Purple, Billy Joel, Lynyrd Skynyrd, Steppenwolf, Rolling Stones und vielen mehr.

Das Konzert beginnt um 21 Uhr, aber das Freibad hat natürlich den ganzen Tag auf und ab 20 Uhr ist die Band bereits zugegen, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Wie dieses Pressegespräch zeigte, ist der Humor bei den Musikern nicht zu knapp vorhanden, für Unterhaltung sorgen sie gewiss und die Musik scheint, zumindest nach der Resonanz auf die Suggentäler Konzerte zu urteilen, gut anzukommen.