Ruska-Schule ist erweitert

Michael Masson

Von Michael Masson

Sa, 11. September 2021

Kappel-Grafenhausen

Die Schule in Grafenhausen ist Grundschule und übergemeindliche Gemeinschaftschule.

. Pünktlich zum Ende der Schulferien wurden die Um- und Anbauten der Grafenhausener Ferdinand-Ruska-Schule (FRS) am Donnerstag feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Vor zwei Jahren waren die Baumaßnahmen nach mehrjähriger Planung gestartet worden. Wie vorberechnet haben sie fast punktgenau mitsamt Zuschüssen rund 3,84 Millionen Euro gekostet.

Bürgermeister Jochen Paleit zeigte sich bei der Einweihung bestgelaunt: Man habe nun für 5300 Bürgerinnen und Bürger der Doppelgemeinde neben einem neuen Pflegeheim auch eine Bildungslandschaft mit fast gleichwertigem Angebot wie in städtischen Räumen zu bieten, neben zwei Grundschulstandorten und vier Kindergärten auch eine weiterführende interkommunale Gemeinschaftsschule mit der Nachbargemeinde Rust.

Die Ferdinand-Ruska-Schule ist eine der beiden Grundschulen der Gemeinde Kappel-Grafenhausen und einer der Standorte der Gemeinschaftsschule Rust/Kappel-Grafenhausen. Auch Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare kam deshalb zur Einweihung. Damit, so Klare, habe man übergemeindlich im ländlichen Raum ein dezentrales Bildungsangebot mit annähernd gleichwertigen Lebensbedingungen geschaffen.

Bei den vielen Danksagungen wurde Maria Gut hervorgehoben: Sie habe als ehemalige Rektorin der Schule dafür gesorgt, "ohne Eitelkeiten" die Zusammenführung der Schulen zu bewerkstelligen. Auch Ehrenbürger Walter Batt wurde als früherer, ein Vierteljahrhundert lang prägender, Schulrektor gewürdigt. Der zeigte sich begeistert von den neuen Räumen: "Zu meiner Zeit war noch alles zu wenig und zu klein gewesen." Rektorin Katja Wößner ließ einen Luftballon mit Goldflittern platzen. Mit mehr Raum mache auch dem Lehrerteam das Arbeiten noch mehr Spaß, sagte sie.

Die abgeräumten Container sind als Zwischenlösung Vergangenheit: "Unser Bau ist ein toller Wahnsinn!" Schließlich segneten der ökumenische Pfarrer Herbert Jörg und Gemeindereferentin Antonia Hugenschmidt den neuen Schulbereich gleich an der Eingangsschwelle.

Architekt Günther Erny erfuhr bei der Besichtigung der Anbauten Lob, nicht nur für durchdachte Fachräume und dem neuen Lehrerzimmer mit Blick auf eine künftige, kleine Grünanlage. Auch die neue Mensa mit Raumteiler für Veranstaltungen begeisterte die Gäste mit ihrer Holzoptik. Alt-Rektor Batt freute sich extra über einen separaten "Stillraum" und einem wohlweislich im Keller untergebrachten speziellen "Lautraum": "Ach, wenn wir so was früher gehabt hätten!"

Schließlich zeigte Wößner noch ein geschnitztes Holzschild: "Maria-Gut-Weg". Das Schild mit dem Namen ihrer Vorgängerin wird die Laufstrecke zum Neubau-Bereich kennzeichnen.