Salmen wird für 3,1 Millionen Euro zum offenen Haus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 19. Oktober 2019

Offenburg

Bund unterstützt Ausbau zur multimedialen Erinnerungsstätte mit fast zwei Millionen Euro / OB und Kulturchefin holen Urkunde ab.


OFFENBURG (BZ).
OB Marco Steffens und Kulturchefin Carmen Lötsch haben in Berlin die Urkunde für die Salmenförderung in Empfang genommen: Mit 1,96 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Inneres, Bau und Heimat den Ausbau des Salmen zu einer multimedialen Erinnerungsstätte. Der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz übergab an alle Gewinner der aktuell geförderten Projekte die Urkunden. "Damit unterstützen wir herausragende, baulich besonders anspruchsvolle Vorhaben, die beispielhaft für zukunftsgerichteten Städtebau in Deutschland stehen", erklärte Bundesbauminister Seehofer. Die Fördersumme des Bundes für das Salmenkonzept entspricht zwei Dritteln der Gesamtsumme von voraussichtlich 3,1 Millionen Euro. Der Salmen soll ein offenes Haus, Tagungsort des Gemeinderates, beliebter Begegnungsort, Erlebnis- und Ausstellungsstätte, Informations- und Bildungszentrum sowie Träger des Europäischen Kulturerbe-Siegels werden. Schon von der Straße aus soll das Gebäude künftig als besonderes Bauwerk erkennbar sein und der Hof zum Verweilen einladen. Wichtigste bauliche Veränderung wird ein Aufzug an der Nahtstelle zum Vorderhauses sein, um die Gebäudeteile miteinander zu verbinden. Alle Ebenen werden barrierefrei erschlossen. Die Öffnungszeiten werden auf sechs Tage in der Woche erweitert. Damit ist die laut einer Mitteilung der Stadt die Hoffnung verbunden, die Nutzerzahlen von derzeit rund 15 000 pro Jahr zu verdoppeln. Die Räume werden mit digitalen Angeboten und neuen Formaten das Offenburger Erbe der Demokratiegeschichte sichtbar machen.

Eingerichtet wird zudem ein Gedenkraum an die jüdische Gemeinde. Mit Ausstellungen, Schulprojekten oder Angeboten von Vereinen und Gruppen soll die Bürgerschaft einbezogen werden. Mit der Urkundenüberreichung in Berlin wurde der Aufruf für die neue Förderrunde verbunden. Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2020 sind dafür 75 Millionen Euro eingestellt.

Weitere Infos zum Programm Nationale Projekte des Städtebaus und zum aktuellen Aufruf: www.nationalestaedtebauprojekte. de.