Haushalt, Wasser und Hochwasser

Christiane Breuer

Von Christiane Breuer

Di, 12. November 2019

Schallbach

Ein neuer Hochbehälter sowie der Hochwasserschutz beschäftigen den Schallbacher Gemeinderat.

SCHALLBACH (ghb). Über die für den Haushalt 2020 geplanten Projekte diskutierte der Gemeinderat Sachallbach in seiner jüngsten Sitzung. Zudem wurden die derzeit laufenden Arbeiten des Wasserverbandes Südliches Markgräflerland am Schallbacher Hochbehälter erläutert.

Die Haushaltsberatungen
Bürgermeister Martin Gräßlin stellte in der Sitzung am Donnerstagabend die bisherige Budgetplanung der Verwaltung vor. Die Kosten für den Ersatz der altersschwachen Tragkraftspritze für die Feuerwehr einschließlich eines "Totmannknopfs" für die Atemschutzausrüstung gingen ebenso klar durch wie die Erneuerung von Tischen, Spielgeräten und einer neuen Holzwippe für den Waldspielplatz. Als "überzogen" bezeichnete Florian Grether den Ansatz für den Entwurf der Friedhofs- einschließlich Gebührensatzung in Höhe von 35 000 Euro. 10 000 Euro sollten reichen, meinte er.

In der Schule und im Gemeindesaal sind die Lampen Gräßlin zufolge seit rund vierzig Jahren in Betrieb und sollten für 30 000 Euro ausgewechselt werden. Hier lautet der Gegenvorschlag des Gemeinderates 20 000 Euro. Nach Mitteilung des Landratsamtes müssen Bushaltestellen bis 2023 besondere Sicherheitskriterien erfüllen und beispielsweise barrierefrei sein. Es sei zwar noch Zeit zur Fertigstellung vorhanden, doch müsse eine Erweiterung mit den Grundstückeigentümern verhandelt werden, denn die beiden Haltepunkte befinden sich nicht auf Gemeindegrund. Der Verwaltungsvorschlag für die Einstellung von 30 000 Euro für diesen Zweck passierte den Gemeinderat. "Das Dorf soll schöner werden", forderten die Gemeinderäte Grether und Sütterlin. Für die Überprüfung des Baumbestandes und eventuellen Rückschnitt werden 5000 Euro veranschlagt. Die Pläne für den Hochwasserschutz und Abwasserbeseitigung, deren Kosten mit 50 000 Euro beziffert wurden, hängen laut Gräßlin sehr von einem General-Entwässerungsplan ab, der gerade bearbeitet werde. Die Malerarbeiten rund um das dritte Klassenzimmer im Kellergeschoß werden auf jeden Fall in Auftrag gegeben, möglicherweise noch zu Lasten des Budgets 2019. Mitte Januar bis Anfang Februar soll der Haushaltsentwurf stehen und im Gemeinderat eingebracht werden.

Der Hochbehälter
Der Wasser-Hochbehälter der Gemeinde wird runderneuert. Hanspeter Strübin vom Wasserverband Südliches Markgräflerland und Günter Sutter vom Beratungsbüro Fritz, Weil am Rhein, erläuterten das den Räten das Projekt.

Der Verband betreibt 20 Hochbehälter mit den entsprechenden Leitungen. Das System sei fünfzig Jahre alt und müsse modernisiert werden. Mit den neuen Baugebieten sei eine Drucksteigerungsanlage notwendig geworden. Der Umbau geschehe bei laufendem Betrieb, so der Bürgermeister. Die Baumaßnahme kostet 500 000 Euro.

Auf Anfrage von Gemeinderat Sütterlin bestätigte Hanspeter Strübin vom Wasserverband, dass die Kosten von veranschlagten 286 000 auf 500 000 Euro gestiegen seien. Begründung dafür ist eine Erweiterung des Gebäudes, der Neubau des Daches mit Geländerbewehrung und der Einbau von starken Pumpen zur Drucksteigerung. Die Sanierung soll im Sommer 2020 abgeschlossen sein.

Sauberes Wasser in ausreichenden Mengen, das den Trinkwasser-Richtlinien voll entspricht, wertet Bürgermeister Gräßlin als wichtige Komponente des Lebensstandards. In diesem Sinne sieht er das Projekt einer zweiten Wasserleitung, deren Kosten von der Gemeinde zu tragen sind, als zukunftweisend an.