Schüler kommen häufig zur Beratung

Manuel Hunn

Von Manuel Hunn

Do, 07. November 2019

Schönau

Am Gymnasium Schönau hilft Schulsozialarbeiterin Ilona Cäcilia Wegerle jüngeren und älteren Schülern / Bericht im Gemeinderat.

SCHÖNAU. Das Gymnasium Schönau hat seit Mai eine neue Schulsozialarbeiterin: Ilona Cäcilia Wegerle. Sie stellte sich bei der Gemeinderatssitzung im Schönauer Rathaus vor und berichtete von den Themen, mit denen Schüler auf sie zukommen.

"Ich bin mittlerweile gut angekommen im Gymnasium", sagte Ilona Cäcilia Wegerle. Es habe sich seit Mai auch schon einiges getan. Denn die Schulsozialarbeiterin hatte sich bisher ein Büro mit den Oberstufenberatern des Gymnasiums geteilt. Durch einen Raumtausch sei nun "eine sehr gute Lösung" gefunden worden, sagte Bürgermeister Peter Schelshorn. Ilona Wegerle könne jetzt ungestört Schüler und Schülerinnen empfangen. Zum eigenen Büro bekam die Schulsozialarbeiterin auch ein eigenes Telefon. "Das ist natürlich eine ganz andere Arbeit", erläuterte sie.

Momentan leistet die Schulsozialarbeiterin vor allem Einzelfallberatung für die über 400 Gymnasiasten. Die große Nachfrage habe sie überrascht. "Es kommen fast täglich Schüler zu mir, die irgendwelche Problematiken haben", so Wegerle. Es seien Kinder und Jugendliche aus allen Stufen dabei, aber in der Mehrzahl die Jüngeren. So gebe es viele persönliche Probleme mit Eltern, Geschwistern oder Mitschülern; Ausgrenzung und Mobbing seien immer wieder Gegenstand der Beratung an der Schule.

Die Themen, mit denen Kinder und Jugendliche zur Beratung kommen, sind weit gefächert. Beispielsweise hatte ein Schüler eine Glaubenskrise und wurde an einen Religionslehrer weitervermittelt. Einer anderen Schülerin stand sie bei Fragen zur Geschlechtsidentität beratend zur Seite. Auch Schüler und Schülerinnen, "die sich ritzen oder ansatzweise Suizidgedanken haben", kämen zu ihr. Auch Schwierigkeiten oder Missverständnisse mit Lehrern gehören zum Schulleben. "Und da versuche ich dann auch zu vermitteln", sagte Wegerle. Sie möchte gemeinsam "gute Lösungen finden" und "einen guten Schulalltag auf die Reihe bekommen".

Außerdem organisiert Ilona Cäcilia Wegerle zusammen mit der Schulsozialarbeit der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental und der Montfort-Realschule Zell die Veranstaltungen der "Elternakademie Oberes Wiesental". Dabei erhalten Eltern die Gelegenheit, sich in kostenfreien Fachvorträgen über verschiedene Themen zu informieren. Die nächste Veranstaltung "Selbstverletzendes Verhalten – Was bedeutet das, und was kann ich als Elternteil tun?" findet am Dienstagabend, 12. November, in Zell statt.

Die Schulsozialarbeit richtet sich an Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Träger ist der Caritasverband des Landkreises Lörrach. Die Beratungszeiten von Ilona Cäcilia Wegerle sind Montag bis Donnerstag vormittags. Zudem können individuelle Beratungstermine, auch außerhalb der Schulsprechstunden, mit ihr vereinbart werden.

Elternakademie am Dienstag, 12. November, 19.30 Uhr in der Montfort-Realschule Zell (Scheffelstraße 8). Thema: Selbstverletzendes Verhalten