"Das Herz sagt Nein, der Kopf sagt Ja"

André Hönig

Von André Hönig

Mi, 30. September 2015

Schopfheim

Der Gemeinderat erteilt dem BImSch-Antrag auf Bau von fünf Windrädern auf dem Rohrenkopf das gemeindliche Einvernehmen.

SCHOPFHEIM. Ein Rädchen weitergedreht hat sich der Schopfheimer Windkraft-Prozess. Mit großer Mehrheit erteilte der Gemeinderat dem von den Investoren Enerkraft und EWS gestellten Antrag auf Bau von fünf Windrädern auf dem Rohrenkopf gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSch) das gemeindliche Einvernehmen. Allerdings gab es Unmut im Ratsrund darüber, dass der Antrag bereits gestellt wurde, obwohl der Windkraft-Flächennutzungsplan noch nicht fertig ist.

Begonnen hatte die Sitzung mit einem ungewöhnlichen Angebot des Gersbacher Bürgers Dietrich Nebeling. Als Naturwissenschaftler und Musiker experimentiert er mit Tonfrequenzen und so bot er den Räten an, ihnen Brummgeräusche vorzuspielen, wie sie von einem Windrad in 100 Metern Höhe ausgehen. Mit dieser Offerte fand er jedoch ebenso wenig Gehör wie mit seinem Hinweis, dass er persönlich Windkraft in Gersbach verbiete. Unerhört blieb auch sein umfangreicher Fragekatalog – beziehungsweise das, was er damit bezwecken wollte, nämlich ein Nein des Gremiums zum Antrag. Unter anderem wies er darauf hin, dass die Lärmvorschriften (TA Lärm) beim Thema Windkraft nicht auf dem neuesten Stand seien, daher eigentlich im Moment keine neuen Anlagen erlaubt werden dürften.

Bürgermeister Christof Nitz wiegelte diesen Einwand jedoch mit dem Hinweis ab, dass für eine Beurteilung des Antrags zum jetzigen Zeitpunkt einzig die aktuell gültige Rechtslage entscheidend sei. "Und das ist die TA Lärm in ihrer jetzigen Form." ...

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