Gewappnet für Großeinsätze

hjh, bz

Von Hans-Jürgen Hege & BZ-Redaktion

Di, 14. Mai 2019

Schopfheim

Das DRK Schopfheim nimmt beim Frühlingsfest ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb.

SCHOPFHEIM (hjh). Zu einem großen Fest mit kleinem Gottesdienst hatte am Sonntag der DRK-Ortsverein auf den Vorplatz der Stadthalle eingeladen. Zur Feier der Übernahme des neuen Mehrzweckfahrzeuges für Einsätze bei Großschadenslagen organisierte Simon Redlings Team den Helfer- und Familientag, an dem sich die gesamte Blaulichtfraktion – Bergwacht, Polizei, Feuerwehr, THW und natürlich das DRK selbst – mit allem, was zwei, vier und mehr Räder hat, beteiligte.

Begleitet wurde die Leistungsschau von einem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Wieslet. Auf dem Programm stand Kinderschminken, eine Hüpfburg, ein Bierbrunnen und eine riesige Tombola. Und das DRK hatte natürlich nicht vergessen, den weiblichen Gästen mit einer kleinen Überraschung eine Freude zu machen – schließlich war Muttertag.

Am Festplatzrand aufgebaut und trotzdem im Mittelpunkt dieses stimmungsvollen Festes stand das neue Fahrzeug, auf das sich der Ortsverein seit Jahren gefreut hat und für das die ehrenamtlichen Helfer der Stadt 75 000 Euro auf den Tisch blättern mussten. Ein unglaublicher Kraftakt für einen Verein, der sich und seine segensreiche Arbeit allein aus Eigenmitteln finanzieren muss. Acht Jahre hat der Verein gebraucht, um das neue Fahrzeug, das einen ausgedienten Unfallwagen aus dem Jahr 2007 ersetzen muss, anschaffen zu können. 25 000 Euro haben Privatpersonen und Firmen gespendet, 50 000 Euro mussten sich die Herrschaften aus den Rippen schwitzen.

"Technisch und mit unserem Fuhrpark sind wir nun auf neuestem Stand. Jetzt fehlt uns nur noch das Dach überm Kopf", stocherte Simon Redling ein wenig im Wespennest, in dem es nun schon seit vielen Jahren bisher ergebnislos summt und brodelt: Das Rote Kreuz sucht angesichts der Unterkunft-Notlösung in der früheren Hanf-Union dringend eine neue Bleibe.

Finanzielle Unterstützung von Stadt, Land oder der großen DRK-Organisation hat es nicht gegeben. Bürgermeister Dirk Harscher gratulierte am Sonntag zur neuen Errungenschaft, mit der das DRK nun in der Lage sei, Material und Helfer effizient zu Einsatzorten zu kutschieren. Er versicherte, sich der Raumproblematik anzunehmen und nach Lösungen zu suchen, die für alle Seiten akzeptabel sind und die eventuell die Wartezeit bis zur Realisierung des Projekts Feuerwache West verkürzen könnten. Dabei könnte das DRK auch auf die Unterstützung des FDP-Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann zählen, der sich vor einigen Wochen die Mühe gemacht hatte, sich von den jetzigen "untragbaren Zuständen" in der Hanfunion zu überzeugen und in seiner Rede zur Einweihung des Mehrzweckfahrzeugs versprach, "alles dafür zu tun, die jetzige Situation zu ändern."