Schopfheim

Mit Leckerli und Lockrufen ins Ziel ging’s beim Hunderennen in Langenau

Hans-Jürgen Hege

Von Hans-Jürgen Hege

So, 16. Juni 2019 um 18:00 Uhr

Schopfheim

Gelungene Premiere: Das erste Hunderennen für Jedermann des Schäferhundevereins Langenau hat Zwei- und Vierbeinern Spaß gemacht.

Michael Reimann war "happy". Der Vorsitzende des Schäferhundevereins Ortsgruppe Langenau hatte sich zusammen mit seinem Team entschlossen, den bundesweit vom "Verband Deutsches Hundewesen" angesetzten "Tag des Hundes" für ein bisher zumindest in seinem Verein noch nie dagewesenes Spektakel zu nutzen: Er organisierte ein "großes Hunderennen für Jede und Jeden". Ein wahrlich rasantes Projekt, bei dem es am Sonntag auf dem Übungsplatz an der kleinen Wiese laut Ausschreibung ohne besondere Vorkenntnisse und ohne spezielles Training "einfach nur" darum ging, "mit dem Hund Spaß zu haben". Und den hatten an diesem etwas feuchten Tage dann nicht nur Herrchen, Frauchen und Vierbeiner, sondern auch die Gäste der Ortsgruppe, die sich den Rennrummel auf, neben, vor und hinter dem rund 50 Meter langen Parcours "ums Verrecke nit" entgegen lassen wollten, wie ein sichtlich amüsierter Zuschauer seinen Ausflug auf den Platz der Ortsgruppe begründete.Um 10 Uhr ging’s los. Hunde aller Rassen und ihre Besitzer standen am Start zu den Einzelrennen Schlange, um ihre Vierbeiner zunächst einem Starthelfer an die Hand zu geben, dann zum Ziel zu laufen und schließlich ihren Liebling nach eindrucksvollen und manchmal recht urigen Lockrufen über die Piste rasen zu sehen. Den meisten gelang das auf Anhieb.



Andere waren da nicht ganz so erfolgreich: Da gab es tatsächlich Rennläufer, die ganz anderes im Sinn hatten als den Ehrgeiz ihres liebevoll lockenden zweibeinigen Kameraden zu befriedigen. Die einen ließen sich mit vor die Nase gehaltenen Leckerlis zum Start überreden, andere entschlossen sich in den zwei angesetzten Durchgängen zu mehr oder weniger erholsamen Sonntagsspaziergängen in Richtung Ziel. Und es war ihnen dann auch völlig Wurst, dass sie die Rekordzeiten des Tages, die sich zwischen vier und fünf Sekunden einpegelten, längst nicht erreichten und ihren Besitzern damit keinerlei Chancen einräumten, einen der Siegerpokale mit nach Hause nehmen zu können.Trotzdem – oder gerade deswegen – war der Plausch am Tag des Hundes im Bereich Schopfheim riesig. Die Veranstalter hatten alles richtig gemacht. "Wie immer bei solchen Dingen: Das erste Mal ist mit einem gewissen Risiko verbunden. Man muss Erfahrungen sammeln", sagte Michael Reimann und registrierte zufrieden den Ansturm, der bis zum Ende des Events nicht abriss. Es hatte sich gelohnt, "mal etwas Neues zu wagen". Und das erhofft sich die Vereinsführung dann auch vom aktuell neuesten Angebot im Ausbildungs- und Trainingsprogramm der Ortsgruppe, das künftig jeden Dienstag Mensch und Hund in trauter Eintracht unter der Überschrift "Agillity" auf dem Übungsgelände beschäftigen wird. Andrea Huber will den Besitzern von "körperlich gesunden und fitten Hunden Freude und Spaß mit ihren Vierbeinern" ohne Leistungsdruck vermitteln.