Parcours fordert die Reiter

bz, uwo

Von BZ-Redaktion & Uwe Rogowski

Di, 09. April 2019

Reitsport

Zahlreiche schwere Kategorien bei Schopfheimer Frühjahrsturnier / Platz zwei für Rebecca Hotz.

REITEN (BZ/uwo). Drei S-Kategorien bei gut zwei Dutzend Prüfungen bot das Frühjahrsreitturnier des RV Schopfheim: Der hohe Anspruch an Reiter und Pferd ließ sich vor allem beim Springen der schweren Klasse beobachten.

Lag es am aufgefrischten Wind, der über das Gestüt Sengelen zog? Oder war der Parcours mit den zwölf Hindernissen zu anspruchsvoll kreiert? Immerhin waren mit dem Schweizer Altmeister Walter Gabathuler und Donaueschingen-Sieger Tobias Schwarz (RFSV Kenzingen) ausgewiesene Spitzenkräfte ihres Fachs dabei, dennoch war es zeitweise ein Festival der Abwürfe und Fehler. Zahlreiche Pferde verweigerten am Sonntag beim Turnierhöhepunkt, für den 40 Nennungen bei 28 Startern eingegangen waren. Im Laufe der Konkurrenz reagierte die Jury, sie schraubte die Maximalzeit für einen Umlauf von 67 auf 70 Sekunden.

Nur vier blieben in ihrem ersten Springen fehlerfrei. Das Quartett, mit Rebecca Hotz (RV) auf der Holsteiner Stute Akatie, machte den Sieg somit im Stechen unter sich aus. Auch Hotz hatte die ursprünglich gesetzte Zeitgrenze knapp überschritten, in der Entscheidungsrunde, als kein Starter ohne Fehler blieb, schien die Gestütsleiterin auf dem Weg zum Sieg, beim letzten Hindernis aber fiel doch noch eine Stange. Und da Nicole Schwarz mit Ketina im Anschluss um fast drei Sekunden schneller durch war, ging der Sieg an die Reiterin des RFSV Kenzingen. Ihr Bruder Tobias musste 34 Fehlerpunkte konstatieren, er wurde Vierter. Olympiateilnehmer Gabathuler belegte Platz zehn und blieb hinter Lena-Rosalie Sibum (9./RV), die mit Obora’s Quiss das Stechen bei vier Fehlerpunkten verpasste.

Tobias Schwarz ging allerdings nicht leer aus: Zwei der drei Ein-Sterne-M-Springen gingen an den Tutschfeldener – mit Classico respektive Levinja, als er unter anderem Nico Leber (PSG Kaltenherberge/4.) und Meike Wießmer (RV/6.), die ebenfalls fehlerfrei durch den Parcours gekommen waren, auf die Plätze verwies. Thomas Mang vom RV Dreiländereck präsentierte sich mit Escada – aus dem Hause von Roland Zanotelli, dessen Pferde auch Hans-Dieter Dreher reitet – ebenfalls in ansprechender Form. Fehlerfrei verfehlte er als Zweiter hinter Tobias Schwarz einen Sieg im M-Springen um nur rund eineinhalb Sekunden. Nina Lange vom Hofgut Albführen wurde ebenfalls in einem Ein-Sterne-M-Springen Dritte, vor Emilia Kiefer (RV).

Bei den sieben Dressurprüfungen von A bis S zeigten bei den Konkurrenzen der schweren Kategorie zwei Reiterinnen die beste Performance. Bei der Zwei-Sterne-S-Dressur am dritten Turniertag gab Maren Schatz vom RFV Pfullendorf (812,5) mit Dancing Mirena ein harmonisches Gesamtbild ab, das Duo gewann vor Julia Schneider (RFV Rottweil/792,0) auf Rockingham.

In der zweiten S-Dressur des Turniers war die Reihenfolge umgekehrt, wobei der RV Schopfheim jeweils gut vertreten war: Tanja Gerber (788,5), im Vorjahr mit drei Siegen im Sengelen, verpasste mit Rasputin in der Zwei-Sterne-Kategorie als Dritte knapp den zweiten Platz. Andrea Schöler-Babic (769,5) wurde auf Bond Fünfte, mit Quizmaster Sechste und belegte auf Bond in der Ein-Sterne-S-Dressur Platz vier – den Hauch von eineinhalb Zählern hinter Bronze.