Zischup-Kommentar

Protestieren für einen guten Zweck

Maximilian Saint-Denis, Klasse 8c, Georg-Büchner-Gymnasium

Von Maximilian Saint-Denis, Klasse 8c, Georg-Büchner-Gymnasium (Rheinfelden)

Di, 09. Juli 2019 um 18:55 Uhr

Schülertexte

Maximilian Saint-Denis aus der Klasse 8c des Georg-Büchner-Gymnasiums Rheinfelden darüber, was junge Menschen zur Zeit auf die Straße treibt: der Klimaschutz.

Das von der 16-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg ins Leben gerufene Projekt läuft gerade auf Hochtouren. Jeden Freitag kommen Zehntausende deutsche Schüler aus, laut den Angaben der Veranstalter, über 220 Städten zu den Demonstrationen, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Die Website Fridaysforfuture.org sagt, dass diese Demonstrationen in 123 Ländern auf allen Kontinenten stattgefunden haben.

Diese Proteste hatten eine so große Wirkung, dass sogar viele Politiker darauf aufmerksam geworden sind und ihre Meinung dazu abgegeben haben. Die meisten von ihnen sehen die Proteste als sehr positiv, da sie auf das immer größer werdende Problem des Klimawandels aufmerksam machen, betonen aber auch, dass trotzdem die Schulpflicht gilt.

Auch mehr als 12 000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden die Proteste gut und sagen sogar, dass die Schüler das Recht haben, für solch ein wichtiges Thema zu streiken, was ein bisschen zu weit geht, da die Schulpflicht trotzdem besteht. Andere reagieren aber auf die Proteste nicht so positiv und sagen, dass die Demonstrationen weit weniger groß und zahlreich wären, wenn sie am Samstag stattfinden würden, weil man dann keine Schule schwänzen könnte. Außerdem sagen sie, dass die meisten der Protestierenden selbst nichts gegen den Klimawandel unternehmen würden.

Das stimmt in vielen Fällen auch, da viele nur zu den Demonstrationen gehen, weil sie dann keine Schule haben. Aber es gibt auch Jugendliche, die sich ernsthafte Sorgen um ihre Zukunft und die Erde machen und deswegen die Schule schwänzen. Ältere Leute können dies vielleicht nicht verstehen, da sie die wirklich großen Folgen des Klimawandels gar nicht mehr mitbekommen werden. Fakt ist auf jeden Fall, dass Fridays for Future so berühmt geworden ist, dass fast jeder sie kennt – und sie den Leuten, die sie kennen, auf jeden Fall Stoff zum Nachdenken gegeben haben. Meine Meinung ist, dass es gut ist, dass die Demonstrationen so viel Aufmerksamkeit bekommen haben und dass es gut ist, dass so viele Kinder aus aller Welt gestreikt haben, aber wenn sich diese Demonstrationen über das ganze Jahr 2019 strecken, dann geht es ein bisschen zu weit.