B31 in Freiburg

Tankwagen-Unfall im Schützenalleetunnel löst Verkehrschaos aus

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Do, 04. April 2019 um 18:54 Uhr

Freiburg

Fünf Stunden Sperrung: Ein Lastwagen-Unfall im B-31-Tunnel hat für enorme Verkehrsbehinderungen in Freiburg gesorgt. Zwei Lkw-Fahrer wurden verletzt.

Nichts ging mehr am Donnerstagnachmittag auf der viel befahrenen Ost-West-Achse: Nach einem Auffahrunfall im Schützenalleetunnel mit drei beteiligten Lastwagen mussten beide Röhren gesperrt werden. Zwei Brummifahrer kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Die Spur stadteinwärts konnte erst gut fünf Stunden später wieder freigegeben werden. Die Sperrung ließ den Verkehr auf der B 31 und ebenso auf allen Schleichwegen drumherum komplett zusammenbrechen.

"Der Tank ist glücklicherweise nicht beschädigt worden." Ralf-Jörg Hohloch
Der Unfall war um 12.38 Uhr der Integrierten Leitstelle gemeldet worden. Die eingegangenen Notrufe sorgten für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Einer der beteiligten Lkw war ein als Gefahrtransporter deklarierter Tankwagen mit verflüssigtem Sauerstoff an Bord. "Doch der Tank ist glücklicherweise nicht beschädigt worden", konnte Ralf-Jörg Hohloch, der Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, melden.



Beide Tunnelröhren wurden an den Eingängen gesperrt. Nachdem die Verletzten vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht worden waren, ließ die Polizei die Fahrzeuge, die sich im Kappler Tunnel stauten, in der Galerie zwischen den Tunneln über geöffnete Leitplanken auf die gesperrte Gegenfahrbahn schwenken und so Richtung Stadt fahren. Danach konnte gegen 14.15 Uhr zunächst eine Spur der stadtauswärts führenden Röhre wieder geöffnet werden. Kurz nach 18 Uhr gingen schließlich auch die Schranken an den Einfahrten der Nordröhre des Tunnels wieder nach oben. So lange hatte es gedauert, bis die am Unfall beteiligten und beschädigten Lastwagen abgeschleppt worden waren.

50 Feuerwehrleute im Einsatz

Rund 50 Wehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Wehren der Oberstadt, Wiehre, Kappel, Ebnet und Kirchzarten waren im Einsatz. Die Wehrleute mussten parallel noch zwei weitere Einsätze fahren: Einmal gab es einen Alarm in der Wiehre – dort hatte ein Heimrauchmelder irrtümlich ausgelöst, wie sich herausstellte. Eingreifen musste die Feuerwehr jedoch im Tuniberg-Stadtteil Tiengen. Dort war auf einem Aussiedlerhof ein Kaminbrand entstanden. Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es auf das Gebäude übergriff. Eine Person wurde durch Rauch leicht verletzt, meldete die Feuerwehr.