Schätzle feiert erste Heilige Messe

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Di, 21. Mai 2019

Schuttertal

Neupriester Christian Schätzle begeht seine Primiz in der Antoniuskirche in Schuttertal, zu der viele Gläubige kommen.

SCHUTTERTAL. Der neugeweihte Priester Christian Schätzle hat am Sonntag seine erste Heilige Messe, die Primiz, in seiner Heimatgemeinde Schuttertal zelebriert. In einer festlichen Prozession durch das Dorf begleiteten ihn die Pfarrgemeinde, Priester, Ministranten, Musik- und Männergesangverein sowie die Familie und Nachbarn. Nach einem Gottesdienst in der St. Antoniuskirche gab es die Möglichkeit für Gratulationen und Gespräche in der Festhalle, wo ein Programm auf die Besucher wartete, das mit einer Maiandacht mit Priester Christian Schätzle endete.

Die Dorfmitte war am Sonntagmorgen für die Dauer des Festzuges gesperrt. Große Kirchenfahnen schmückten den Prozessionsweg, der von der Festhalle zur Kirche führte. Zahlreiche Zuschauer säumten den Straßenrand, um das große Geleit um den neugeweihten Priester Christian Schätzle mitzuverfolgen. Der Eingang der Pfarrkirche war rund um das große Portal mit einem Kranz verziert, der dem seltenen Fest in der Pfarrei Schuttertal den entsprechend andächtigen Ausdruck verlieh. Im Gotteshaus erwarteten hunderte Menschen den neu geweihten Priester, der seine erste Heilige Messe im Heimatort feiern sollte. Christian Schätzle betrat die Kirche in Begleitung der Ministranten und der Priester Johannes Mette und Ewald Billharz, Pater Joseph und Diakon Klaus Heuberger. Den Einzug zum Altar und die Eröffnung besang der Kirchenchor Schuttertal würdevoll mit dem "Halleluja, lasst uns singen".

Hunderte Menschen erwarteten Schätzle

Johannes Mette, Dekan der Seelsorgeeinheit Kirche an der Schutter, sprach von der Primiz als einem Freudentag: "Gott hat dich in seine Dienste gerufen. Viele Gläubige aus der ganzen Seelsorgeeinheit feiern diesen Tag mit dir. Viele Menschen haben den Tag vorbereitet und dich bis hierher begleitet". Für Christian Schätzle war der langersehnte Moment nun gekommen, seine erste Messe im Kreis der heimatlichen Pfarrgemeinde zu eröffnen. Er verlieh seiner Freude mit Worten und sichtbaren Emotionen Ausdruck. Pfarrer Ewald Billharz, der aus Dörlinbach stammt, hielt die Festpredigt. "Es geht nicht um eine perfekte Festansprache. Die Worte sollten für uns alle nachdenkenswert sein. Es geht darum, was wir tun sollten in dieser mit Drangsal erfüllten Zeit". Er sprach die vielen Kirchenaustritte an, die jüngsten Vorkommnisse in der katholischen Kirche und die Zukunft der Katholiken. "Die Kirche muss momentan sowohl außen und innen eine Orientierung bekommen und klare Linien schaffen". Er begab sich vom Altar aus an einzelne Stationen im Gotteshaus wie das Eingangsportal, die Mitte der Kirche, die Seitenaltäre, der Beichtstuhl und Altar, um Metaphern zu schaffen: Die Öffnung der Kirche, das Miteinander und eine Mitte, Neuanfänge, Verzeihung und Liebe. "Ihr seid gekommen, seid Ihr mit dabei?", lautete eine seiner Fragen. Billharz sprach Mut zu und Kraft, nicht gleichgültig zu werden. Er scheute sich auch nicht anzusprechen, dass jegliche Art, Macht zu missbrauchen, schlecht sei. "Als Volk Gottes sollten wir miteinander ins Innere kommen, Liebende werden und niemals einen Neuanfang scheuen".

Wiedersehensfreude und viele Glückwünsche

Die Messe erhielt einen würdigen Rahmen mit den Gesängen des Kirchenchors wie das "Te Deum". Im Anschluss führte die Prozession zurück zur Festhalle, wo Christian Schätzle von den Menschen mit persönlichen Glückwünschen herzlich begrüßt wurde. Bei der weltlichen Feier, die von den Schuttertäler Vereinen und mit Beiträgen wie etwa vom Kindergarten umrahmt wurde, gab es viele Gespräche und viel Wiedersehensfreude.