Schutz vor Überraschungen durch den Bahnausbau

Frank Schoch

Von Frank Schoch

Di, 29. Dezember 2020

Bad Krozingen

Gemeinderat Bad Krozingen bezieht Stellung zur Rheintalbahn.

. Die Planung zur Aus- und Neubaustrecke der Bahn zwischen Basel und Karlsruhe ("Rheintalbahn") gehen voran. Auf die Offenlage der Unterlagen im Planfeststellungsabschnitt 8.3., der auf vier Kilometer zwischen Bad Krozingen-Schlatt und Hartheim-Feldkirch hindurch verläuft, hat der Bad Krozinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Stellungnahme vorbereitet, die an das Regierungspräsidium übermittelt werden sollte.

Das Regierungspräsidium führt das Anhörungsverfahren für das von der Deutschen Bahn angestrebte Bauprojekt durch. Laut Rechtsanwalt Thomas Burmeister, der die Stadt bei vorangegangenen Bahnprojekten beraten hatte, ist auch zukünftig darauf zu achten, dass der durch die MUT-Initiative erreichte "optimale Schallschutz nicht verspielt und so auch umgesetzt wird".

So wurde in der Stellungnahme etwa gefordert, dass laute Bauarbeiten nicht nachts sowie an Sonn- und Feiertagen erfolgen. Der Baustellenverkehr dürfe auch nicht durch die angrenzenden Ortschaften Biengen und Hausen, sondern sollte möglichst über direkte Zufahrten zur Autobahn, eventuell über die Schaffung einer Behelfsauffahrt, führen. Zwischenlagerflächen etwa für Aushubmaterial sollten auf maximal 15 Prozent der zu bewegenden Massen reduziert werden.

Eine weitere Forderung betrifft den Radweg zwischen Hausen und Bad Krozingen entlang der L 120, der während der gesamten Bauzeit verkehrssicher für Schüler aufrecht erhalten bleiben soll. Das landwirtschaftliche Wegenetz und das Beregnungsnetz müssen vor Baubeginn so angepasst werden, dass deren Funktionsfähigkeit während der gesamten Baumaßnahme erhalten bleibt. Ver- und Entsorgungsleitungen (Wasser, Abwasser, Internet) müssen so geschützt oder verlegt werden, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können.

Schließlich betont die Gemeinde in der Stellungnahme, dass die Bahn nach Abschluss der Arbeiten einen ordnungsgemäßen Zustand wiederherzustellen hat, der vor Beginn dokumentiert wurde. Einstimmig schloss sich der Gemeinderat den Vorschlägen von Rechtsanwalt Burmeister an, der gemeinsam mit der Verwaltung die Stellungnahme final ausarbeiten sollte.