Eishockey

Bei den Schwenninger Wild Wings herrscht eine Euphorie wie noch nie

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mi, 14. August 2019 um 14:38 Uhr

Schwenningen Wild Wings

2500 Fans kamen zum ersten Eistraining der Wild Wings in die Helios-Arena – so viele wie noch nie. Die Stimmung war von Beginn an prächtig.

Die Schwenninger Wild Wings haben im ersten Testspiel den ersten Sieg eingefahren: Die DEL-Mannschaft von Coach Paul Thompson gewann das Derby beim Zweitligisten Bietigheim Steelers mit 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung.

Bei den Schwenningern stand Dustin Strahlmeier, die Nummer eins, im Tor. In der ersten Verteidigung liefen Dylan Yeo und Christopher Fischer, die beide in der vergangenen Saison bei Iserlohn unter Vertrag standen, auf. Die erste Sturmreihe bildeten Pat Cannone, Jamie MacQueen und Andreas Thuresson – die drei harmonierten schon sehr gut.

Die weiteren Verteidigerduos: Fraser mit Sacher, Brückner mit Danner und als siebter Abwehrmann Bassen. Die weiteren Sturmreihen bildeten: Bourke – Carey – Blunden; Poukkula – Weiß – Kurth; Pfaffengut – Kornelli – Herpich; Schiemenz. Torwart Michael Böhm, der leicht angeschlagene Verteidiger Dominik Bohac und Stürmer Max Hadraschek waren überzählig. 600 Fans hatten die Wild Wings auf der Fahrt ins Ellental begleitet. Die Tore gelangen Thuresson (12./MacQueen, Cannone), MacQueen (20./Cannone) und nochmal Thuresson (61.).

Dem ersten Eistraining der Wild Wings in der Helios-Arena hatten 2500 Fans beigewohnt, so viele wie noch nie. "Die Vorfreude ist riesengroß", sagte SERC-Stadionsprecher Domenic Liebing. Die Stimmung war von Beginn an prächtig. Zunächst durften die Torhüter aufs Eis. "Dustin, Dustin", wurde Nationalgoalie Dustin Strahlmeier mit Sprechchören empfangen. Verteidiger-Neuzugang Mark Fraser hat mit seiner Strafbank- und Kampfstatistik laut Liebing Potenzial zum Publikumsliebling. Die Fans sahen das auch so und applaudierten dem Mann mit der Rückennummer zwei heftig.

Dann stimmten sie "Happy Birthday" an. Pat Cannone, der als letzter SERC-Spieler aus Übersee eingetroffen war, feierte seinen 33. Geburtstag. "Olé, olé, SERC", skandierten die Fans. Besonders viel Beifall erhielt auch der Mann, der als letzter das Eis betrat: Jamie MacQueen, Torjäger der Eisbären Berlin mit der Rückennummer 95.

Wer dachte, Fraser würde seinen ersten Fight im Testspiel beim Zweitligisten Bietigheim Steelers austragen, sah sich getäuscht. Der kräftige Abwehrmann schnappte sich kurzerhand Julian Kornelli und führte mit ihm wohlgemerkt einen Showkampf vor. Das Publikum war begeistert. "Ich wollte noch mal zusätzlich Spaß reinbringen", sagte der 224-malige NHL-Spieler und lachte.