"Liebling Henle" macht das Rennen

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Mi, 13. November 2019

Schwörstadt

Fasnachtseröffnung bei der Narrenzunft Schwörstädter Schnecken / Motto: "S’Rothus fest in Frauehand, it ei Maa, des isch e Schand" .

SCHWÖRSTADT. Mit einem dreifachen "Narri, Narro, d’Schnecke sin do", eröffneten am Montag, zum Elften Elften pünktlich um 20.11 Uhr auch die Narren der Narrenzunft Schwörstädter Schnecken die fünfte Jahreszeit und demonstrierten eindrucksvoll, dass sie für die Fasnachtskampagne 2020 bestens gerüstet sind.

Im Beisein der Schwörstädter Cliquen wie der Wäschbachwieber, den Rebbachgeistern und der Schnecken sowie einer Abordnung der Dossenbacher Bachradde verkündete Oberschneck Jürgen Zwigart das Motto der künftigen Fasnachtskampagne. Das Motto wurde aus Vorschlägen der Bevölkerung in Schwörstadt ausgewählt.

Den besten Vorschlag reichte Manfred Henle ein und landete damit einen absoluten Punktsieg, der ihn auch als Rathauskritiker in Erscheinung treten ließ.

Er meinte mit närrischem Witz und Hintersinn: " s’Rothus fest in Frauehand, it ei Maa, des isch e Schand" und wurde damit zum Geburtshelfer des Schwörstädter Narrenmottos.

Liebling Henle und das Narrenmotto
Die bei der Fasnachtseröffnung anwesende Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat nahm’s gelassen, bezeichnete den Motto-Geber als ihren "Liebling" und sagte, dass man im Rathaus zumindest die Frauenquote erfüllt habe. Eine Männerquote spielte bei der Fasnachtseröffnung im närrischen Tollhaus des Sportheims am Elfte Elfte keine Rolle.

Mit dem Slogan "Lache, danze, und luschdig si, de Johrgang 01/02 isch do debi" übernahmen bei der Fasnachtseröffnung der Schwörstädter Schnecken die 18-Jährigen die Traditionsfahne der Narren aus dem Jahr 1959 von ihren Vorgängern des Jahrgangs 00/01. Diese hatten sich zuvor mit dem Spruch "Liebi Lüt, es lebe hoch de Millenium-Johrgang und de denoch" verabschiedet. Der Tradition folgend werden die "neuen 18-Jährigen" am "Erschte Schmutzige" das Rathaus in Schwörstadt stürmen und auch die Schülerinnen und Schüler aus der Schule befreien, wie Oberschneck Jürgen Zwigart verkündete.

Cognac aus Schneckenhäuschen
Neu in die Narrenzunft aufgenommen wurden bei der Fasnachtseröffnung die Jungnarren Madlen Schmidt, Nasrin und Lara Stadler, Christina Lavrova, Maurice Kefer und Fabian Echtle. Sie hatten erfolgreich ihr Probejahr absolviert und mussten nun – wie es das Prozedere der Narren traditionsgemäß vorschreibt – einen Cognac aus Schneckenhäuschen trinken, einer Zeremonie, der sich auch Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat wie auch Unterschneck Jonas Karle gerne anschlossen.

Ins Probejahr aufgenommen wurden bei der Fasnachtseröffnung Kevin Kozott, Marie Teresa Lutz sowie Thomas Berger.