Sechs Ensembles aus Deutschland

Marion Klötzer

Von Marion Klötzer

Di, 19. März 2019

Theater

Bilanz der Figurentheatertage im Freiburger Vorderhaus.

Bilderbuchadaptionen von Klassikern wie "Pu der Bär" oder "Die kleine Hexe", große Reisen witziger Kreaturen oder musikalische Urwald-Abenteuer von Stofftieren, umgesetzt auf kleinstem Raum mit ganz unterschiedlichen Figuren und Theatermitteln – all das gab es bei den neunten Freiburger Figurentheatertagen zu sehen, die am Sonntag zur Freude des Publikums mit einem Schokokuss- und Saftbüffet zu Ende gingen.

Es waren die ersten für Magdalena Schweizer als neue Kinderkultur-Verantwortliche des Vorderhauses, die im September vergangenen Jahres die Nachfolge von Ute Lingg angetreten hat. Schweizer ist zufrieden mit der Bilanz des Festivals: 675 vor allem junge Zuschauer ab drei Jahren erlebten acht Aufführungen von sechs Ensembles aus ganz Deutschland, sieben Kita-Gruppen füllten die Vormittagsvorstellungen. "Meine persönlichen Highlights waren der ‚Wackelzahnkrimi‘ von der Theaterfusion Berlin und ‚Balthasars große Reise‘ des Passauer Ensembles Die Exen", sagt Schweizer, die für die nächsten Figurentheatertage ein richtiges Rahmenprogramm organisieren und auch eine Inszenierung für die ganze Familie anbieten möchte.

Beibehalten werden soll das Abendstück für Jugendliche und Erwachsene – in diesem Jahr zeigte das Marotte Figurentheater aus Karlsruhe seine "Känguru-Chroniken" nach dem Buch des Kabarettisten Marc-Uwe Kling.

Eine wichtige Freiburger Institution sind die Figurentheatertage unbedingt, gibt es doch in diesem allzu selten gezeigten Genre die unterschiedlichsten Kunstsparten und Erzählstrategien zu erleben, die ein noch wenig erfahrenes Theaterpublikum in vielschichtige Welten verführen und das Kopfkino zum Schnurren bringen.