Im Prolog kommt das Aus

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Fr, 22. Februar 2019

Skilanglauf

Langläufer Janosch Brugger beendet seine WM-Premiere im Sprint auf Rang 41.

SKI NORDISCH. Der Anfang ist gemacht. Janosch Brugger hat sein erstes Rennen bei einer Nordischen Skiweltmeisterschaft der Aktiven hinter sich. Im Skating-Sprint kam der 21-jährige Langläufer aus Lenzkirch gestern im Prolog unter 145 Startern auf den 41. Platz. Damit verpasste er den Einzug ins Viertelfinale. Dennoch ist das Toptalent der WSG Schluchsee "eigentlich schon sehr zufrieden" mit seinem Debüt in Seefeld in Tirol.

Das oberste Ziel war schon, die Qualifikation zu überstehen, daraus macht der Hochschwarzwälder kein Geheimnis. Das galt auch für seinen Kollegen Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen), den Sprintspezialisten im deutschen Team. Doch auch dem 28-jährigen Bayern gelang es nicht, sich in den Top 30 zu qualifizieren. Mit seiner Zeit von 3:05,17 Minuten landete er zunächst als 43. direkt hinter Brugger. Der war 0,23 Sekunden schneller (3:04,94), aber exakt 2,07 Sekunden zu langsam, um als 30. die nächste Runde, das Viertelfinale zu erreichen. Ein geringer Rückstand über die Distanz von 1,6 Kilometern. Nach der Disqualifikation des Russen Sergej Ustjugow rutschten beide einen Platz nach vorn.

Vor der malerischen Alpen-Kulisse auf dem Hochplateau von Seefeld startete Janosch Brugger mit der Startnummer 54 ins Abenteuer Weltmeisterschaft bei den "Großen". Seine Ski waren top, es war zwar "sauwarm", aber der Schnee dennoch nicht besonders nass. Die Tagesform passte und das Gefühl war gut: "Es hat sich spritzig angefühlt", berichtete Brugger kurz nach dem Rennen. Zwei Tage zuvor habe er sich noch etwas müde gefühlt, doch beim WM-Auftakt war er fit.

Die Finalrunden der Männer und Frauen wollte er sich nach seinem Ausscheiden ansehen, aber "eher im Hotel", in dem die gesamte deutsche Delegation logiert. "Erst mal raus aus dem Trubel", lautete seine Devise. Seine Mutter Claudia war vor Ort, doch beide hatten sich noch nicht gesehen. "Jetzt bin ich in der WM drin, in dem Flow", sagte der 21-Jährige. Für seinen nächsten Start, den Team-Sprint am Sonntag zusammen mit "Sebi" Eisenlauer, rechnet er sich mehr aus. Der wird in der klassischen Technik ausgetragen – Janosch Bruggers Stärke.