So jung, so gut

Petra Kistler

Von Petra Kistler

Di, 28. Oktober 2014

Gastronomie

BZ-SERIE "DER BADISCHE WEIN" (9): Anne-Christin Trautwein und Hannes Pix stehen für die junge Generation im Weinbau.

Wild? Das ist ein Etikett, das jungen Winzern gern angeklebt wird. Sie haben diesen Beruf gewählt, um etwas richtig Gutes daraus zu machen. Sie sind exzellent ausgebildet, haben sich in benachbarten Weinregionen oder in der Neuen Welt umgeschaut. Es sind Individualisten, die auf Spitzenqualität und Spaß am Wein setzen, die Tradition und Moderne verbinden. Sie schauen über den Fassrand, statt Neid und Gräben pflegen sie Netzwerke wie die "Generation Pinot", ein Zusammenschluss von Badens jungen WinzerInnen, mit politisch korrekten großem I. Aber wild? Statt auf krasse Brüche setzen sie sanft, aber dennoch beharrlich, auf behutsame Veränderungen. Zwei Begegnungen.

Manchmal muss man weggehen, um in der Heimat anzukommen. Anne-Christin Trautwein, 29, hat es getan. Als sie nach dem Abitur – zur Verblüffung der Eltern – eine klassische Lehre als Winzerin begann, kehrte sie Bahlingen, dem Kaiserstuhl und Baden den Rücken und lernte in Würzburg beim Weingut Juliusspital und beim Weingut Wittmann in Rheinhessen. Die nächsten Schritte schienen klar: Weinbau- und Önologie-Studium in Geisenheim. Doch dann kamen die Zweifel. Wollte sie dies wirklich? Oder machte sie es, weil es von ihr erwartet wurde? Nach einem Jahr Psychologiestudium stand für Anne-Christin Trautwein fest: "Ich gehe zurück in die Reben." Zurück nach Geisenheim, Studium der Reberziehung statt des menschlichen Verhaltens. Im Praxissemester arbeitete sie in Australien. Die Verantwortlichen bei ...

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