Pétanque

Ron Reinert vom Boule-Club Ettenheim und das neue Trikot

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Sa, 23. Februar 2019 um 21:00 Uhr

Sonstige Sportarten

Ron Reinert vom Boule-Club Ettenheim wurde nach starken Leistungen eine besondere Ehre zuteil. Ein Interview.

Ron Reinert, der 20-jährige Ettenheimer, wurde in den erweiterten deutschen Nationalkader bei den Espoirs berufen, wo sich Spieler von 18 bis 23 Jahren finden. Er entstammt einer Pétanque spielenden Familie. Sein Vater Alexander ist Vorsitzender des Boule-Clubs Ettenheim. Mit Uwe Schwerer hat sich Ron Reinert auch darüber unterhalten, was diese Berufung bei ihm auslöst.

BZ: Haben Sie inzwischen schon mal fleißig das Singen der deutschen Nationalhymne geübt?
Reinert: Geübt habe ich sie noch nicht, ein paar Zeilen bekomme ich aber wohl schon hin.


BZ: Die müssen Sie vielleicht singen können demnächst?
Reinert: Das kann gut sein, wenn ich auf eine internationale Meisterschaft mit dem deutschen Team fahren darf.

BZ: Was bedeutet Ihnen diese Einladung zum erweiterten Kader?
Reinert: Das bedeutet mir ziemlich viel, ich freue mich sehr. Man hat die große Chance, bei riesigen internationalen Turnieren wie bei EM einer mitzuspielen. Das ist eine schöne Bestätigung für mich und ein super Erfolg.

BZ: Haben Sie vielleicht mit dieser Einladung sogar insgeheim gerechnet, weil sie wussten, Sie sind bei den Turnieren erfolgreich gewesen?
Reinert: Ja. Es hat aber nicht nur damit zu tun, ob man erfolgreich ist, oder wie gut man spielt. Die gucken auch auf den Charakter, schauen, wie man mit dem Spielpartner umgeht, ob man teamfähig ist. Ich war schon vor einigen Jahren einmal bei einer Kadersichtung dabei, da hatte ich, glaube ich, gerade mal drei Jahre Petanque gespielt. Damals habe ich mich aber immer aufgeregt, wenn etwas nicht geklappt hat, ich war richtig hibbelig. Mittlerweile bin ich viel ruhiger geworden.

BZ: Auf welche Weise haben Sie von der Nominierung erfahren?
Reinert: Ich habe vom Jugendwart per Mail eine Einladung zur ersten Sichtung in Saarbrücken bekommen. Die fand zwei Wochen vor Weihnachten statt, dort waren wir fünf Männer und drei Frauen. Und bei der nächsten Sichtung war von den Männern außer mir schon keiner mehr dabei. Danach war ich der Einzige, der neu in den bestehenden Kader aufgenommen wurde.

BZ: Wissen Sie schon, ob und wann sie mit dem Nationalteam mal zum Einsatz kommen?
Reinert: Ich weiß noch nichts Genaueres, aber in den nächstes zwei Wochen bekomme ich Bescheid.

BZ: Wirkt so eine Einladung als Ansporn, mehr zu trainieren?
Reinert: Auf jeden Fall. Jetzt habe ich große Lust, richtig Gas zu geben. Ich spiele beim Bouleclub in Ettenheim auch in der Liga und wurde dort zum Mannschaftsführer ernannt. Normalerweise trainiere ich zweimal pro Woche, aber ich werde jetzt eine dritte Trainingseinheit einschieben.