Maskenpflicht

Sorge um das Kindswohl anderer nicht verurteilen

Renate Gök

Von Renate Gök (Freiburg)

Do, 29. April 2021

Leserbriefe

Zu: "Zwei Richter hebeln Maskenpflicht an Schulen aus", Beitrag von Christian Rath (Politik, 15. April)

"Auch in der Justiz gibt es Querdenker", schreibt Herr Rath in seinem Artikel als ersten Satz. Mit einem Punkt am Ende. Schublade auf, Richter und deren Entscheidung rein, Schublade zu. Wäre ich einer der beiden Richter, würde ich Herrn Rath wegen Verleumdung verklagen.

Ich trage bei meiner Arbeit als Krankenschwester die ganze Zeit über eine Maske und halte dies für sinnvoll. Auch, dass in den Schulen das Tragen von Masken Sinn macht, stelle ich nicht in Frage. Trotzdem käme es mir nie in den Sinn, andere Menschen und schon gar nicht Eltern und deren Sorge um das Kindeswohl, das Herr Rath in Anführungsstriche setzt, was darüber Auskunft gibt, was er davon hält, zu beurteilen und schon gar nicht zu verurteilen, wie es hier geschieht.

Ein Artikel, der mit dem Satz "Auch in der Justiz gibt es Querdenker" eröffnet wird, gehört nicht auf die Politikseite, sondern allenfalls auf die Kommentarseite. Renate Gök, Freiburg