Politik
SPD-Ortsverein Ettenheim zieht positive Bilanz nach Kommunalwahl 2024
Der SPD-Ortsverein Ettenheim blickt auf ein engagiertes Jahr zurück. In der Hauptversammlung wurden der Vorstand bestätigt und mehrere verdiente Mitglieder geehrt.
Sa, 29. Nov 2025, 13:30 Uhr
Ettenheim
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Rückblick
In der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Ettenheim zog der Vorsitzende Wolfgang Mutter eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Sowohl der Kommunalwahlkampf 2024 als auch der Einsatz im Bundestagswahlkampf hätten gezeigt, dass der Ortsverein "politisch lebendig und gut verankert" sei. Besonders erfreulich sei das Abschneiden bei der Kommunalwahl sowie der Mitgliederzuwachs: Zehn neue Mitglieder konnte die SPD Ettenheim begrüßen, teilt der Ortsverein mit.
Mutter hob hervor, dass der Ortsverein neue Wege der Bürgerbeteiligung eingeschlagen habe. Das Bürgergespräch mit dem SPD-Landes- und Fraktionschef Andreas Stoch zur Bildungspolitik sei auf große Resonanz gestoßen. Aus einem Austausch mit Eltern unter dem Titel "Lass mal reden" entstand ein konkreter politischer Impuls: Die SPD-Fraktion im Gemeinderat brachte den Antrag für die Einrichtung einer Schulstraße vor der Grundschule ein.
Im Blickpunkt
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner berichtete in seinem politischen Grußwort von aktuellen Entwicklungen in Berlin. Für Ettenheim kündigte er Investitionen von 8,6 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm der Bundesregierung an. Fechner betonte, die SPD könne auf mehrere erfolgreiche Initiativen verweisen, darunter die Weiterentwicklung des Deutschlandtickets und Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes. Deutliche Worte fand er zur Renten-Debatte innerhalb der Union, die er als unverantwortlich kritisierte. In der anschließenden Diskussion sprach sich Fechner für eine spürbare Entlastung der arbeitenden Mitte aus. Eine höhere Besteuerung von Topverdienern sowie eine Reform der Erbschaftssteuer seien notwendig, um Schlupflöcher bei großen Vermögen zu schließen.
Erstmals präsentierte sich auch der SPD-Bundestagskandidat Kai Schröder-Klings aus Lahr den Ettenheimer Mitgliedern. Er positionierte sich klar als Vertreter eines linken, stärker staatlich steuernden Politikansatzes, insbesondere in den Bereichen Wohnraum und Mobilität, schreibt der Ortsverein in seiner Mitteilung. Angesichts steigender Mieten und wachsender infrastruktureller Herausforderungen sei weniger blindes Vertrauen in freie Märkte und mehr gezielte staatliche Gestaltung nötig.
Ehrungen
10 Jahre Mitgliedschaft: Rita Ohnemus (15 Jahre Ortschaftsrätin in Ettenheimmünster, davon 10 Jahre Ortsvorsteherin), Thomas Amann; 25 Jahre Mitgliedschaft: Bernd Billharz (17 Jahre Gemeinderat, ehemaliger Fraktionsvorsitzender); 40 Jahre Mitgliedschaft: Gerd Dietrich; 50 Jahre Mitgliedschaft: Siegfried Fleig sowie Wolfgang Weber (ehemaliger Ortsvereinsvorsitzender, 35 Jahre Gemeinderat und Ortschaftsrat in Altdorf, 20 Jahre Fraktionsvorsitzender, 20 Jahre Kreisrat im Ortenaukreis).
Wahlen
Bei den Wahlen wurden Wolfgang Mutter als Vorsitzender und Beate Kostanzer als Stellvertreterin in ihren Ämtern bestätigt. Insgesamt wählte die Versammlung einen achtköpfigen Vorstand, der die Arbeit des Ortsvereins in den kommenden zwei Jahren gestalten wird.