Spiele im Freien ohne Körperkontakt

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Di, 23. März 2021

Teningen

VEREINE UND CORONA: Sport-, Fun- und Erlebnisclub (Spofunnis) der SG Köndringen-Teningen will jeden Sonnenstrahl nützen.

. Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben ein. Davon sind auch Vereine betroffen. Die Badische Zeitung fragt daher nach, wie die Vereine die vergangenen Monate erlebt haben und wie sie in die Zukunft schauen. Heute: Robert Korb und die Spofunnis, dem Sport-, Fun- und Erlebnisclub der SG Köndringen-Teningen.

» Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie aufs Vereinsleben?
Für uns mit am schwierigsten war, dass die Schul- und Kindergartenkooperationen ausgesetzt wurden. Die Spofunnis arbeiten auch für Nichtmitglieder, also mit Kindergärten und Schulen zusammen. In der Gemeinde Teningen übernehmen wir etwa Teile des Ferienprogramms, also die verlässliche Ferienbetreuung und gestalten die Ganztagsschulbetreuung in der Theodor-Frank-Schule mit. Ansonsten haben wir vor allem offene Angebote, mit oder ohne Anmeldung. Beliebt sind etwa die erlebnispädagogischen Camps, aber auch die Sport-AG, bei denen die Jugendlichen einfach vorbeischauen können. In einem normalen Jahr erreichen wir auf diese Weise so etwa 600 bis 800 Jugendliche. Das alles musste im Lockdown abgesagt werden. Wenigsten konnten wir im Sommer Tagestouren anbieten statt der Übernachtungscamps.

Wie hat der Verein auf die Einschränkungen reagiert?

Wir hatten im ersten Lockdown über Youtube ein Online-Angebot ins Leben gerufen, bei dem wir Mitmachmöglichkeiten angeboten haben. Jetzt haben wir das angepasst und ausgeweitet, haben uns über eine Konferenzsoftware getroffen und in geschlossenen Gruppen gespielt oder auch zum Backen angeleitet, etwa für die Teninger Seniorenheime. Das Ganze haben wir mit dem Kinder- und Jugendbüro Teningen auf die Beine gestellt. Da gibt es auf Youtube noch Einiges zum Nachgucken. Dann haben wir überlegt, was wir mit der Zeit und den Ressourcen tun können und haben mit der Emmendinger Tafel für vier Monate zusammengearbeitet und mit Kindern und Jugendlichen Initiativen für die Teninger Senioreneinrichtungen gestartet. Und natürlich Weihnachtsgeschenke gebastelt. Diese Angebote waren meist spendenfinanziert. Das Geld haben wir an unsere Übungsleiter weitergegeben, die sich bei den Online-Angeboten beteiligt haben.

Wie wird das Vereinsleben weitergehen?
Alles muss natürlich draußen stattfinden und mit Abstand. Spiele ohne Körperkontakt. Das Konzept dazu haben wir noch vom vergangenen Sommer. Aber diese Möglichkeit werden wir nützen. Jeden Sonnenstrahl werden wir nützen. In den Kindergärten bieten wir Angebote mit den Schulanfängern an, in den Grundschulen Pausenspiele und -sport. Aber das geht natürlich nur, solange die Politik das zulässt. Hallenaktivitäten werden aber wohl noch ein Weilchen dauern. Die Übungsleiter, die nahe bei uns dran sind, sind alle dabei geblieben. Wir sind jetzt aber auch dabei, neue, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heranzuziehen und mit eigenen Fortbildungsmodulen auszubilden. Da nutzen wir die Zeit.

Zur Person: Robert Korb (42) ist Sozialpädagoge, lebt in Teningen und hat die Spofunnis nach 2003 mitaufgebaut. Seit 15 Jahren ist er für sie hauptamtlich tätig.