Basketball

70:54-Sieg gegen Göttingen – Freiburgs Korbjägerinnen starten wohl als Fünfte in die Playoffs

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 23. Februar 2019 um 23:24 Uhr

USC Eisvögel

Spielerisch leicht und mit 70:54 gewinnen Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen am Samstagabend das Heimspiel gegen Göttingen. Damit werden sie wahrscheinlich als Fünfter in die Playoffs starten.

20:11, 18:10, 21:12, so lauteten die Resultate der Viertel eins bis drei in der mit 900 Zuschauern besetzten Unihalle. Nach 30 Spielminuten führten die Eisvögel gegen einen schwach agierenden Tabellenneunten also mit 59:33. Die Partie war entschieden, Trainerin Hanna Ballhaus hatte Lust und Muse, üppig zu wechseln und allen zwölf Akteurinnen mindestens sechs Minuten Spielzeit zu geben. "Wir sind ein Ausbildungsverein. Da muss ich in solch einer Partie auch alle Spielerinnen einige Minuten aufs Parkett schicken. Schließlich brauchen der Verein und ich für unser Ego keinen Sieg mit 30 Punkte Vorsprung", sagte Ballhaus. Und so schmolz der Vorsprung, der nicht nur nach 30 Minuten, sondern auch bis drei Minuten vor Schluss noch 26 Punkte betragen hatte (70:44), am Ende auf 16 Punkte.

Drei Kantersiege für die drei Freiburger Erstligisten

Dennoch wird der 23. Februar 2019 als Tag der Kantersiege der Freiburger Erstligisten in die Sportgeschichte der Stadt eingehen. Nach dem 6:1 der SC-Kickerinnen in Duisburg und dem 5:1 der SC-Kicker gegen den FC Augsburg landeten auch die USC-Basketballerinnen einen Kantersieg, der – wie erwähnt – noch viel höher hätte ausfallen können.

Gegen das schwächste Auswärtsteam der Liga – Göttingen hat in dieser Saison in fremden Hallen noch keinen Sieg feiern können, die einzigen zwei Punkte resultieren aus einem Erfolg am Grünen Tisch nach dem Spiel in Saarlouis – reichte den Eisvögeln ein Blitzstart, um den Widerstand zu brechen. Mit 9:0 führten die Breisgauerinnen schnell. Und einige Vertreter der basketballerisch nicht allzu sehr bewanderten "Klang-Chaode", einer Guggenmusik aus Gottenheim, unkten schon: "Das geht ja 100:0 aus."

Ganz so schlimm wurde es für den Gast aus Niedersachsen dann doch nicht. Aber eine Chance, ins Spiel zurück zu finden, bot ihm der USC Freiburg auch nicht. Angetrieben von der umsichtigen lettischen Spielmacherin Ilze Jakobsone ("Der Gegner hat mich nicht energisch zugestellt und mir einige Freiheiten gelassen") und der unterm Korb sehr präsenten Kanadierin Audrey-Ann Caron-Goudreau (Topscorerin mit 14 Punkten, dazu holte sie noch elf Rebounds) , schalteten die Eisvögel nach Belieben.

Rang fünf so gut wie sicher

Durch den Kantersieg weisen die USC-Frauen drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde nun 20 Punkte auf. Damit haben sie sich fast sicher als Fünfter für die Playoffs qualifiziert, müssten also im Viertelfinale (maximal drei Spiele) gegen den Tabellenvierten (wahrscheinlich Serienmeister Wasserburg oder der aktuelle Titelträger Keltern) antreten. Auf Rang sechs können die Eisvögel nur noch abrutschen, wenn sie die restlichen drei Spiele verlieren – bei Spitzenreiter Herne, daheim gegen den Tabellenzweiten Marburg und beim Tabellensechsten Hannover. Und die Niederlage in Hannover müsste darüber hinaus noch hoch ausfallen (mehr als 20 Punkte).

In der Form, in der sich die Eisvögel zuletzt präsentieren, erscheint das sehr unwahrscheinlich.