Die Nummer eins unter Badens USCs

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Di, 08. Oktober 2019

Basketball

Freiburger Regionalliga-Basketballteams gewinnen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gegen Heidelberg.

FREIBURG (gg). USC Freiburg gegen USC Heidelberg – wenn im badischen Basketball nach der Mutter aller Derbys gesucht wird, dann ist die Antwort auf diese Frage eindeutig: Es sind die Spiele dieser zwei Universitätssportvereine. Vergangenen Samstag trafen die Teams beider Clubs in zwei Regionalligaspielen aufeinander – und beide Male gewannen die Breisgauer Mannschaften.

Schon seit jeher schielten sie aus dem südbadischen Freiburg Richtung Norden. Der Einfluss von US-Soldaten war in Heidelberg größer als in Freiburg – und so war es lange Zeit so, dass Basketball in der Schlossstadt auch einen höheren Stellenwert hatte. Wie wichtig Heidelberg für den Korbballsport ist, zeigt sich schon darin, dass dort alljährlich das Bundesjugendlager stattfindet, die ultimative Talentschau des deutschen Basketballs.

In der ersten Bundesliga der Frauen duellieren sich die USC-Teams aus dem Süden und dem Norden Badens in dieser Saison wieder. Zwei Spielklassen tiefer, in der Regionalliga, ist das bei den zweiten Mannschaften seit Jahren der Fall, sie gehören meist zu den besseren Vertretern ihrer Zunft in der dritthöchsten Spielklasse. Am Samstag in der Sepp-Glaser-Sporthalle dominierten Freiburgs USC-Frauen beim 64:53 (41:24)-Erfolg und fügten dem Gast im dritten Saisonspiel die erste Niederlage zu. "Wir sind gut gestartet und führten nach zwölf Minuten 23:7. Durch eine starke Verteidigung kamen wir zu Ballgewinnen und anschließend zu einfachen Punkten", analysierte Freiburgs Trainer Patrick Fürst. Heidelbergs Gegenwehr war zwar nicht gebrochen, den Rückstand konnten die Gäste aber nicht mehr aufholen. Beim USC Freiburg punkteten Emily Linder (13/davon 1 Dreier), Emily Kapitza und Viktoria Wieczorek (je 10) zweistellig.

Die Männer-Basketballer des USC Freiburg machten es den Frauen nach. Beim 82:69-Sieg in der zweiten Regionalliga hatten sie ebenfalls zur Halbzeit einen komfortablen Vorsprung (49:26) gegen die nur mit sieben Akteuren angetretenen Heidelberger; und das, obwohl bei den Breisgauern drei Leistungsträger fehlten. "Wir haben so schnell wie noch nie und drei Viertel lang hervorragend gespielt. Zudem hatten wir eine 70-prozentige Trefferquote", sagte Trainer Nico Meyer. Lukas Schäfer (21/3), Alexander Tecklenborg (15/1) und Linus Geppert (14) punkteten zweistellig beim USC – dem Freiburger USC wohlgemerkt.