Basketball

Erstliga-Frauen des USC Freiburg bei Tabellenführer Herne chancenlos – 66:91

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 02. März 2019 um 20:48 Uhr

USC Eisvögel

Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen verlieren am drittletzten Hauptrundenspieltag bei Tabellenführer Herne nach schwachem Start mit 66:91 (17:33, 16:13, 16:24, 17:21).

Als Generalprobe für das nationale Pokal-Endturnier (Top Four) in drei Wochen (23./24. März) in Herne ist die Partie indes nicht zu bewerten. Denn dort trifft der USC im Halbfinale auf den Zweitligisten Osnabrück. Der Herner TC spielt gegen den Bundesliga-Tabellenzweiten BC Marburg. Zu einem Aufeinandertreffen Freiburg gegen Herne kann es dann also nur im Endspiel oder in der Partie um Platz drei kommen.
Ohne die jungen Spielerinnen Luisa Nufer und Pauline Mayer, die fürs USC-Team in der Nachwuchs-Bundesliga im Einsatz waren, sowie Mirna Paunovic (erkrankt) und die Kanadierin Audrey-Ann Caron-Goudreau (Schienbeinverletzung) traten die Eisvögel am Samstagabend zum Punktspiel im Westfälischen an. Und ehe sie sich versahen, waren sie entscheidend in Rückstand geraten. Die Mannschaft von Trainerin Hanna Ballhaus verteidigte im ersten Viertel so gut wie gar nicht. Und da Herne in den ersten zehn Spielminuten eine Trefferquote von rund 50 Prozent hatte, war die Partie schon früh durch.

Nicht alle Karten fürs Top-Four-Turnier aufgedeckt?

Vielleicht wollten sich die Breisgauerinnen aber auch nicht alle Karten aufdecken vor dem Top-Four-Turnier. Zumindest in der Defensive dürfte dieses Ansinnen im ersten Viertel zu 100 Prozent aufgegangen sein. "Mit dem Karten nicht aufdecken wollen hat das nichts zu tun", widersprach Trainerin Ballhaus nach der Partie. Sie ergänzte: "In Herne kann man natürlich verlieren. Aber wir haben einen hohen Anspruch an uns. Und da hätte ich mir gewünscht, dass wird uns besser präsentieren und nicht so hoch verlieren."
Der USC kam zwar im zweiten Viertel noch einmal auf acht Punkte heran (30:38), aber dann nahm die niederländische Nationalspielerin und Aufbauakteurin Karin Kuijt das Spiel wieder in die Hand – mit selbst erzielten oder vorbereiteten Punkten. Kuijt hatte schon zu Beginn der Partie nach Belieben getroffen, und die USC-Defensive konnte die 28-Jährige einfach nicht in den Griff bekommen.
Für die Playoffs hat die Niederlage der Eisvögel, bei denen Kapitänin Luana Rodefeld mit 17 Punkten Topscorerin war, keine Auswirkungen. Das Viertelfinale hatten die Südbadenerinnen bereits erreicht. Durch den fünften Tabellenplatz wird der USC auf den Tabellenvierten treffen, wahrscheinlich Serienmeister Wasserburg. Sollte es in der Serie von maximal drei Spielen zu einer entscheidenden dritten Partie kommen, müssen die Freiburger diese auswärts bestreiten.