Kaum ein Durchkommen

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 09. Dezember 2019

USC Eisvögel

56:76 – Freiburgs Basketballerinnen verlieren gegen Meister Herne.

FREIBURG. Der deutsche Meister hat den Aufwärtstrend des USC Freiburg in der Frauen-Basketball-Bundesliga recht schmucklos und rabiat gestoppt. Am Sonntagnachmittag scheiterten die Eisvögel vor 700 Zuschauern nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in der Unisporthalle vor allem an der Defensive des Herner TC. Acht Tage nach dem 85:76-Erfolg im Pokal-Achtelfinale gegen den gleichen Gegner unterlagen die Freiburgerinnen im Punktspiel am Ende deutlich mit 56:76 (11:16, 21:15, 13:21, 11:24).

"Herne hat unsere Schwächen erkannt und sie während der gesamten 40 Minuten attackiert", resümierte Isabel Fernandez. Die Spanierin, die zusammen mit Hanna Ballhaus die Eisvögel trainiert, kam nach der Partie zum Schluss: "Wir hatten in der Offensive nicht die Power wie beim Pokalspiel, zudem zu viele Ballverluste."

Dass der USC, der nun 8:12 Punkte aufweist, mit dem längsten Team der Bundesliga so große Probleme hatte, lag aber auch an der Verteidigung des Meisters. Im Gegensatz zum Pokalspiel kamen die Eisvögel-Centerinnen Samantha Fuehring und Alexa Hart nicht so richtig zum Zug. Vor allem aber hielt der Gast Freiburgs beste Dreierschützin, die US-Amerikanerin Cassandra Breen, gut in Schach. Die Flügelspielerin kam seltener als vor acht Tagen zu ihren Distanzwürfen – und wenn sie zum Dreier ansetzte (zwei Treffer bei sechs Versuchen) stand ihr eine Herner Akteurin quasi auf den Füßen. Auch den Aktionen von Kapitänin Luana Rodefeld fehlte im Angriff die Durchschlagskraft, die man sonst von der Drei-gegen-drei-Spezialistin kennt.

Bei Herne agierte die Ex-Freiburgerin Katharina Fikiel eine Klasse besser als im Pokal-Achtelfinale; ebenso die als beste Bundesligaspielerin der vergangenen Saison ausgezeichnete US-Amerikanerin Jordan Frericks. Und die britische Spielmacherin Kennedy Leonard überragte: Sie stand die kompletten 40 Spielminuten auf dem Feld, führte hervorragend Regie und war zudem mit 18 Punkten Topscorerin der Partie. Die drei Spielerinnen waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Eisvögel nur zu 56 Punkten kamen – das ist für den USC der Saison-Tiefstwert.

Der USC spielte mit: Fuehring (12 Punkte), Rodefeld (6), Nufer, Wieczorek (nicht eingesetzt), Breen (10/davon 2 Dreier), Kranzhöfer (2), L. Ouedraogo (6), Genco (5/1), Kapitza, Hart (8), Paunovic (7), P. Mayer.