Basketball

USC Freiburg erfolgreich im ersten Heimspiel seit 206 Tagen – 84:73 gegen Saarlouis

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 26. Oktober 2019 um 22:55 Uhr

USC Eisvögel

Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen haben sich die Heimpremiere in dieser Saison so herbeigesehnt. Und sie endet – nach durchwachsenem Spiel – mit einem 84:73-Erfolg der Eisvögel gegen Saarlouis.

900 Zuschauer waren in der Unisporthalle gekommen, um das Ende der schier nicht enden wollenden heimspiellosen Zeit mitzuerleben. Vor exakt 206 Tagen hatte das letzte Pflichtspiel stattgefunden, am 2. April war den Eisvögeln ein 73:66-Erfolg im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel gegen den TSV Wasserburg gelungen. Vier Tage später war die Saison für den damaligen Wiederaufsteiger nach einer Auswärtsniederlage zu Ende.

Und weil Kapitänin Luana Rodefeld vor einigen Wochen ins deutsche U-23-Nationalteam für die Weltmeisterschaft im neuen olympischen Drei-gegen-Drei-Format in China berufen worden war und der USC deshalb zwei Heimspiele verlegen konnte, begann die Saison in der heimischen Unihalle eben erst an diesem Samstagabend. Nach vier Auswärtsspielen in der Bundesliga (ein Sieg, drei Niederlagen) musste ein Sieg her, um im Soll zu bleiben. Denn das Ziel der Eisvögel heißt in diesem Jahr erneut: Playoff-Teilnahme.

Sehr viel ist neu bei den Eisvögeln

Viel Neues konnten die Zuschauer nun bestaunen: neue Eintrittskarten, neue Ticketkategorie Einzel- oder Saison-VIP-Karte, neuen im VIP-Raum, neben Hanna Ballhaus in Isabel Fernandez eine neue Trainerin – und ein Team, in dem alle vier ausländischen Spielerinnen neu nach Freiburg gekommen sind.

Neu waren auch Gabi Chnapkova und Nadine Minder, die Trainerin von Gegner Saarlouis und deren Centerin Caitlin Jenkins. Denn der Tabellenletzte (bisher 0:10 Punkte) hatte sich früh nach einem beachtlichen Fehlstart von Trainer Ondrej Sykora getrennt. Ein Auslöser war auch das 66:99 vor einigen Wochen in der zweiten Pokalrunde daheim gegen den USC Freiburg.

Nun präsentierte sich das Team aus dem Saarland deutlich verbessert. Die Freiburgerinnen, die sich so auf ihre Heimpremiere in dieser Saison gefreut hatten (Co-Kapitänin Lea Ouedraogo meinte im BZ-Interview: "Wir können es kaum erwarten"), wirkten in der ersten Halbzeit ziemlich hibbelig und fahrig. US-Spielmacherin Jessica Genco ("Wir können sicher besser spielen als heute") bekam das Spiel ihres Teams nicht so gelenkt, wie es erforderlich gewesen wäre. Und unter dem Korb konnte der USC um seine Centerinnen Samantha Fuehring und Alexa Hart erst in der zweiten Hälfte deutlich mehr Rebounds pflücken als der Gegner (49:34 am Ende). Nach der knappen 43:42-Führung zur Halbzeit konnten sich die Eisvögel bis zum Ende des dritten Viertels auf acht Punkte absetzen (66:58). In den letzten zehn Minuten geriet der Erfolg dann nicht mehr in Gefahr. Trainerin Hanna Ballhaus analysierte nach der Partie treffend: "Wir müssen taktisch besser verteidigen als heute. Gegen Mannschaften wie Saarlouis reicht es. Aber gegen Spitzenteams reicht es noch nicht." Allzu kritisch wollte sie aber nicht sein: "Ich bin zufrieden, denn Saarlouis ist nun klar besser als zur Zeit des Pokalspiels."

Am kommenden Freitag, 1. November (18 Uhr), haben die USC-Frauen die nächste Gelegenheit, vor ihrem begeisterungsfähigen Publikum zu spielen. Dann geht’s in der Unihalle gegen den deutschen Rekordmeister TSV Wasserburg.



Freiburg spielte gegen Saarlouis mit: Breen 10 Punkte/ davon 2 Dreier, Fuehring 23, Genco 3/1, Hart 22, Kapitza 2, Kohl, Wieczorek (beide nicht eingesetzt), Nufer, Kranzhöfer, L. Ouedraogo 6/2, Paunovic 7, Rodefeld 11.