Basketball

Zittersieg für Korbjägerinnen des USC Freiburg – 69:66 gegen Göttingen

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 09. November 2019 um 23:31 Uhr

USC Eisvögel

Mit 69:66 nach einer hoch spannenden Schlussphase gewinnen die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg ihr Heimspiel gegen das bisher punktgleiche Team aus Göttingen.

Hochklassig sind sie bisher nicht, die Partien der Eisvögel. Aber sie sind stets spannend. Das war auch am Samstagabend vor 700 Zuschauern in der Unisporthalle der Fall. 20:14, 15:20, 13:19 und 21:13 lauteten die Viertelresultate in einer Begegnung, in der das USC-Team das bessere Ende für sich hatte. Durch den dritten Erfolg im achten Spiel geht die Mannschaft der Trainerinnen Hanna Ballhaus und Isabel Fernandez nun mit 6:10 Zählern in die Bundesliga-Pause, die kommendes Wochenende wegen EM-Qualifikationsspielen der Frauen-Nationalauswahl ansteht. "Der Sieg war sehr wichtig fürs Gemüt", bekannte Ballhaus im Anschluss an die nervenaufreibende Partie.

Schwache Offensivleistung im dritten Viertel

Nach der knappen 35:34-Führung zur Halbzeit klappte beim USC, der dieses Mal eine 1-2-2-Zonenverteidigung bevorzugte, im dritten Viertel in der Offensive so gut wie nichts. Vier Punkte in sieben Minuten waren zu wenig, und so stand es in der 27. Spielminute 39:51 aus Sicht der Eisvögel. Göttingen, als defensivstarkes Team bekannt, gelang es in dieser Phase mit sehr physischem Spiel, die Freiburger US-Centerinnen Alexa Hart und Samantha Fuehring zur Wirkungslosigkeit zu verurteilen beziehungsweise zu Fehlern zu zwingen. Erst gegen Schluss des Durchgangs kamen die Eisvögel wieder bis auf fünf Zähler heran (48:53), auch weil Spielmacherin Jessica Genco im Abschluss einen guten Tag erwischt hatte – ebenso wie Distanzwerferin Cassandra Breen.

Im letzten Viertel übernahmen die Breisgauerinnen dann die Führung in der 34. Minute durch Breens Dreier mit Brettunterstützung (58:55). Als die US-Spielerin noch einen Dreier traf (64:57), schien sich der USC absetzen zu können. Doch Pustekuchen. Die Mannschaft brachte sich wieder in Schwierigkeiten, beim Stand von 68:64 entwickelten sich die letzten 62 Sekunden zu einem Defensekrimi – im Fußball würde man das eine Abwehrschlacht nennen. Göttingens Spielerinnen warfen, holten Rebounds, warfen erneut und holten erneut Rebounds, vergaben Freiwürfe. 22 Sekunden vor Schluss verkürzte Jill Morton dennoch auf 66:68, Fuehring traf einen ihrer zwei Freiwürfe zum 69:66 – und zwar 3,2 Sekunden vor dem Ende. Jennifer Crowder setzte für Göttingen dann zwei Freiwürfe daneben, der Rebound landete beim Gast – und der ballerte erneut auf den Korb, traf jedoch nicht.

Und so zitterten sich die Eisvögel zum dritten Punktspielsieg. Nicht schön herausgespielt, aber ungeheuer wichtig für eine Mannschaft, die immer noch in der Findungsphase ist – und der nach mehreren knappen Niederlagen (darunter zwei in der Verlängerung) gegen die Niedersachsen letztlich das gelang, was sie brauchte: einen Sieg.

Der USC Freiburg spielte mit; Fuehring (18 Punkte/davon 2 Dreier), Rodefeld (6), Nufer (nicht eingesetzt), Breen (22/6), L. Ouedraogo, Kranzhöfer, Genco (13/3), Kapitza, Hart (10), Paunovic, P. Mayer (n. e.), Kambach.