Kommentar

Die Wölfe Freiburg befinden sich auf einem aufregenden Weg

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

So, 01. Dezember 2019 um 15:24 Uhr

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Der Sonntag Tempo, Kampf, Ehrgeiz, taktische Disziplin: Nachdem knapp die Hälfte der regulären Saison in der DEL 2 passé ist, zeigt sich: Der EHC steht bislang mit jedem Konkurrenten auf Augenhöhe.

Als zum Wochenanfang das Eishockey-Team des EHC Freiburg den DEL-2-Spitzenreiter EC Kassel Huskies nach Penaltyschießen niedergerungen hatte, sagte der Trainer der Wölfe, Peter Russell, so viele enge und spannende Matches wie in dieser Liga seien in seiner britischen Heimat eine Seltenheit. Drei Tage später, am Freitagabend, triumphierte der EHC über den EV Landshut eindeutig mit 5:0 – ein schweres Stück Arbeit war es für Philip Rießle und seine Mannschaftskollegen trotzdem.

Nachdem knapp die Hälfte der regulären Saison in der DEL 2 passé ist, zeigt sich: In dieser Spielzeit stehen die Wölfe bislang mit jedem Konkurrenten auf Augenhöhe. Tempo, Kampfkraft, Ehrgeiz und taktische Disziplin beschreiben die Auftritte der Freiburger, die mit ein paar Schwächephasen weniger in der Tabelle noch höher platziert wären als auf dem derzeitigen ohnehin guten fünften Tabellenplatz.

Zweifellos arbeitet Russell bislang erfolgreich mit einer Mannschaft, die der sportliche Leiter des EHC, Daniel Heinrizi, mit viel Sachkenntnis hervorragend zusammengestellt hat. Die Verpflichtung des nordamerikanischen Kontingents aus Cam Spiro, Nick Pageau, Luke Pither und Scott Allen erwies sich als ebenso glücklich wie die Heimkehr des Freiburger Eigengewächses Chris Billich. Heinrizi hat außerdem in Peter Spornberger, Patrick Kurz und Marvin Neher vielversprechende junge Verteidiger geholt, die binnen weniger Wochen zu echten Leistungsträgern avancierten.

Zu Dezemberbeginn stellt sich die Frage: Wohin führt die eingeschlagene Reise der Wölfe? Kann es an der Ensisheimer Straße stetig aufwärts gehen – auch über die Saison hinaus? Diese Frage werden in den kommenden Monaten nicht nur Heinrizi, Russell und ihre Spieler beantworten, sondern auch das Freiburger Rathaus. Denn ohne die Aussicht auf eine neue Eishalle bleibt der jüngste Aufschwung des EHC Freiburg nur eine kurze schöne Episode.