Trauer um ERC-Legende Duszenko

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

Mi, 27. November 2019

EHC Freiburg

Eishockey-Verteidiger spielte einst in Freiburg erste Liga.

FREIBURG (tn). Die Freiburger Eishockeylegende Wilbert Duszenko ist im Alter von 69 Jahren verstorben. "Aus der Freiburger Eishockey-Geschichte ist Willi nicht wegzudenken", sagt der einstige ERC-Spieler Fritz Adler.

Wilbert Duszenko war in den 70er Jahren ein beim Publikum sehr beliebter Verteidiger. "Er war ein guter Typ", erinnert sich der 56-jährige Adler, einst Angreifer des ERC Freiburg und später in der Eishockey-Bundesliga Spieler unter Coach Duszenko. Der 1975 vom Mannheimer ERC zum Vorgänger-Verein des heutigen EHC, dem ERC Freiburg, gewechselte Wilbert Duszenko hat an der Ensisheimer Straße sowohl als Spieler als auch als Trainer tiefe Spuren hinterlassen. Als Spieler stieg er 1977 mit den Freiburgern in die zweite Liga auf, 1979 gar in die Bundesliga. Von 1981 bis 1984 trainierte er den ERC in der ersten Liga, zu seinen prominenten Weggefährten zählten die Freiburger Eishockey-Größen Murray Heatley, Bob Burns, Klaus Weber und der erste Freiburger Nationalspieler Dieter Willmann.

Als der ERC Freiburg 1984 Konkurs anmelden musste, verließ auch Duszenko, der in Bad Tölz zum Eishockey gekommen war, die Stadt. Der Mann, der so Fritz Adler, "Eishockey mit Leib und Seele lebte", engagierte sich danach in seiner Sportart vor allem in Hannover und Stuttgart und war als Unternehmer in der Immobilien-Branche tätig. In einem Gespräch mit der Badischen Zeitung im Jahr 2001, sagte er, in Freiburg habe er seine schönste Zeit erlebt, die Stadt sei seiner Meinung nach ein idealer Erstliga-Standort. Hier betrieb er einst zudem ein Café und einen Club in der Innenstadt.