Triple-Traum mit Hindernissen

dpa

Von dpa

Sa, 11. Juli 2020

Fussball International

Auf den FC Bayern warten in der Champions League schwere Gegner – RB Leipzig trifft im Viertelfinale auf Atlético Madrid.

Im Viertelfinale der Champions League könnte Bayern München auf den FC Barcelona treffen. Danach drohen Gegner wie Manchester City, Real Madrid oder Juventus Turin. RB Leipzig bekommt es bei der Corona-Endrunde in Lissabon zunächst mit Atlético Madrid zu tun. Bayer Leverkusen könnte in der Europa League gegen Inter Mailand antreten.

"Ich möchte mich heute nicht zu möglichen Gegnern im Viertelfinale äußern, denn da stehen wir noch nicht. Wir sollten wie 2013 Schritt für Schritt gehen, und zwar unaufgeregt. Denn mir ist nach dem Double-Gewinn in der Öffentlichkeit schon wieder zu viel Euphorie im Spiel", mahnte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge am Freitag nach der Auslosung in der UEFA-Zentrale in Nyon. "Jetzt liegt der Fokus auf Chelsea, dann sehen wir weiter." Ähnlich sah es Bayerns Vize-Kapitän Thomas Müller: "Noch sind wir nicht in Lissabon, noch treffen wir nicht auf Neapel oder Barcelona. Das Kommentieren ungelegter Eier überlasse ich daher lieber anderen." Der Viertelfinaleinzug sollte nach dem 3:0 im Hinspiel in London aber nicht mehr verpasst werden.

Komfortable Ausgangslage für die Bayern im Rückspiel

Die Münchner gehen am 8. August (21 Uhr) in der leeren Allianz Arena mit einem 3:0-Vorsprung in das Achtelfinal-Rückspiel gegen den vorjährigen Europa-League-Gewinner aus London und haben damit beste Chancen, wie die bereits qualifizierten Leipziger beim Finalturnier vom 12. bis 23. August in Portugals Hauptstadt dabei zu sein. Weil der Wettbewerb im März wegen Corona unterbrochen wurde, wartet auf die Bayern beim Einzug ins Finalturnier eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Im Viertelfinale könnte es am 14. August auch zum Duell mit dem SSC Neapel kommen. Die Italiener hatten dem FC Barcelona im Achtelfinal-Hinspiel ein 1:1 abgetrotzt. Im Halbfinale wäre Olympique Lyon neben Juve, Real und ManCity ein möglicher Gegner.

Mehr Klarheit haben die Leipziger, die erstmals unter den letzten acht Teams in der Champions League stehen. Gegen den spanischen Topclub Atlético Madrid, der im Achtelfinale Titelverteidiger FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp ausgeschaltet hatte, sind die Sachsen am 13. August (21 Uhr) jedoch nur Außenseiter. "Wir sind stolz, in Lissabon dabei zu sein. Das wird ein ganz besonderes Erlebnis", sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche und versprach: "Wir werden natürlich alles reinwerfen, um ins Halbfinale einzuziehen."

Sollte dies gelingen, würde der Bundesliga-Dritte der abgelaufenen Saison gegen den Sieger des Duells Paris Saint-Germain gegen Atalanta Bergamo um den Einzug ins Finale am 23. August spielen. Zuvor wartet aber der Champions-League-Finalist von 2014 und 2016. "Atlético ist ein sehr erfahrenes Team mit einem erfahrenen Trainer. Sie haben das Spiel gegen den Ball perfektioniert, aber wir werden Lösungen finden und wollen sie schlagen", sagte Krösche.

Dabei könnte der Modus mit jeweils nur einem Spiel pro Runde den Leipzigern, die ohne den zum FC Chelsea gewechselten Nationalstürmer Timo Werner auskommen müssen, sogar in die Karten spielen. "In einem Spiel ist alles möglich. Wir werden eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen bringen", sagte Krösche: "Es sind nur zwei Spiele bis zum Finale."

FC Basel empfängt Frankfurt in der Europa League

Große Ziele hat auch Bayer Leverkusen in der Europa League, wo die Werkself bei einem Erreichen des Viertelfinales auf Inter Mailand oder den FC Getafe trifft. Nach dem 3:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel bei den Glasgow Rangers hat der diesjährige Pokalfinalist beste Chancen, in der Endrunde vom 10. bis 21. August in Köln, Duisburg, Düsseldorf und Gelsenkirchen dabei zu sein. "Wir müssen und wollen den Weg gegen die Rangers zu Ende gehen", sagte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes.

Im Viertelfinale könnte es zu einem Duell zwischen dem Wolfsburg und Frankfurt kommen, sollten die beiden Bundesligisten das Achtelfinale trotz ihrer Hinspiel-Niederlagen überstehen. Die Niedersachsen müssen bei Schachtjor Donezk ein 1:2 wettmachen, die Hessen beim FC Basel ein 0:3 aufholen. Nach aktuellem Stand wird der FC Basel die Eintracht am 6. August um 21 Uhr im St. Jakob-Park empfangen.