HANDBALL KOMPAKT

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Von BZ-Redaktion, Peter Schaub, Stephanie Maier-Straubmüller & Lars Blümle

Mo, 02. Dezember 2019

Südbadenliga

SÜDBADENLIGA

Rolltreppe abwärts

HC Hedos Elgersweier – TuS Altenheim 25:35 (11:19) (dav). Der HC Hedos befindet sich weiter auf Talfahrt. Das Team von Trainer Simon Herrmann verlor im Derby auch in dieser Höhe verdient und steckte die fünfte Niederlage in Serie ein. Von Beginn an wirkten die Altenheimer frischer und in jeder Aktion spritziger. In den ersten Minuten fand die Herrmann-Sieben überhaupt keinen Zugriff im Defensivbereich und wirkte im Angriff völlig überfordert. Die Ballverluste bestrafte der TuS eiskalt und führte schnell mit 5:1. Über 8:3, 12:6 bis hin zum 17:7 (22.) setzten sich die Gäste Tor um Tor ab. Zum Ende des ersten Spielabschnitts schaffte der HCH erstmals, etwas dagegen zu halten und den einen oder anderen Ball zu gewinnen. Nach dem Seitenwechsel erwischte er dann seine besten fünf Minuten. Der Abstand schmolz auf 16:21. Das Aufbäumen entpuppte sich allerdings als Strohfeuer. Warum sich der HCH nach wenigen misslungenen Aktionen so schnell aufgab und sich seinem Schicksal ergab, bleibt die Frage.

HC Hedos Elgersweier: Plschek, Waidele; Hackl 3, Metelec 3/3, Oßwald 2, Robin 4/1, Vetter 5, Sy 2, Stehle 3, Stöcklin, Fritsch 3. TuS Altenheim: Zölle, Grangé; Sutter 10/3, Pfliehinger 3, Fels, Rudolf 3, Meinlschmidt 4, Farrenkopf 2, Höfer 2, Glunk 4, Daul 3, Kugler 4, Gieringer. Spiel-Film: 0:2, 1:5, 3:9 (11.), 5:9, 6:14, 7:17 (22.), 11:19 – 16:21, 16:24 (40.), 19:29 (50.), 20:32, 25:35.


LANDESLIGA NORD

Bruch nach elf Minuten

SG Freudenstadt/Baiersbronn – HGW Hofweier II 31:19 (17:9) (pau). Von den ersten sechs Akteuren der letzten Spiele waren HGW-Trainer Georg Fischinger nur Stefan See und Sebastian Schulz verblieben – zu wenig, um dem heimstarken Aufsteiger Paroli bieten zu können. Allerdings spielte die stark verjüngte Mannschaft bis zur elften Minute richtig gut mit. Da stand es 5:5 und die HGW-Reserve war auf Augenhöhe. Doch dann kam der Bruch. Einem einzigen eigenen Treffer standen in den nächsten zehn Minuten acht Gegentore gegenüber. Bis zur Pause wurde der Vorsprung auf 17:9 ausgebaut. Nichts ging mehr bei den Gästen. Was Georg Fischinger auch versuchte, nichts fruchtete. Auch aus der Kabine kamen die Hausherren weitaus agiler. Beim 25:13 in der 44. Minute war die Messe längst gelesen.

HGW Hofweier: Knuth, Hilger; Zimmermann 5, Remmel 1, Isenmann 2, Schulz 2, Volk 1, uf, Lehmann 1, Hackhofer 2, Bürkle 1, See 4/1. Spiel-Film: 1:2, 3:4, 5:4 (11.), 7:6, 13:6 (22.), 15:7, 17:9 – 19:11, 22:11, 25:13 (44.), 27:14, 29:16 (52.), 31:19.

20 Minuten Widerstand

SV Ohlsbach - TuS Schuttern 28:33 (13:16) (be). Ein souveräner Auswärtserfolg gelang dem TuS. Die Ohlsbacher konnten lediglich 20 Minuten mithalten. Der Zwischenstand zum 10:9 durch Ohlsbachs besten Akteur Marvin Lehmann war die letzte Führung des Heimteams. Mit einem Zwischenspurt erzielte Schuttern vier Treffer in Folge zum 10:13 und brachte diese auch sicher in die Pause. Zu Beginn der zweiten Hälfte kontrollierten weiterhin die Gäste die Partie. Bis zur 40. Minute ließen sie lediglich einen Treffer zu und zogen auf 23:14 davon. Ohlsbach versuchte es noch mit einer kurzen Deckung gegen Schutterns Spielmacher Florian Kopf, doch auch dies spielte den Gästen in die Karten. Der Vorsprung wurde auf zehn Treffer ausgebaut und Trainer Axel Schmidt konnte sich leisten, einige Spielvarianten auszuprobieren.

TuS Schuttern: Rauer, K. John, Krajnc; J. John 1, Kopf 5/4, Schrempp 4, Lederer 1, Welle 2, Lischke, Nienstedt 6, Dittrich 7, Silberer 5, de Weijer 2. Spiel-Film: 2:1, 3:5, 4:6 (10.), 6:6, 8:8, 10:10 (19.), 10:13,12:16, 13:16 – 14:17, 14:23 (40.), 17:24, 18:29 (48.), 24:30, 25:32, 28:33.

Ottenheimer dominieren

HSG Ortenau Süd - TuS Ottenheim 22:28 (11:14) (sms). In der Seelbacher Sporthalle siegten die Ottenheimer gegen die personell stark eingeschränkte HSG. Deren Coach Aurelius Steponavicius musste auf die Stammspieler Wito Göpper, Martin Leufke, Brian Ruf und Dorian Herzog verzichten. Die TuS-Mannschaft um Trainer Ulf Seefeldt war in der Breite deutlich besser aufgestellt und hatte mit Yannick Métier, Nils Schneckenburger und Chris Berchtenbreiter drei dominierende Akteure auf dem Feld. Das 11:14 zur Pause drückte dies aus. Nach Wiederanpfiff kam die HSG zum 13:14 heran. Doch dann häuften sich bei ihr die Fehler, sodass es den Ottenheimern leicht fiel, einen Fünf-Tore-Vorsprung zum 14:19 herauszuwerfen. Der HSG fehlten aufgrund der Ausfälle die Alternativen. "Wir hätten noch Stunden spielen können, und wir hätten die Partie nicht gedreht", sagte Steponavicius. Am Ende mussten sich sein Team verdientermaßen geschlagen geben. Zu keiner Zeit fand die HSG richtig in die Partie, damit war gegen den besser aufgestellten TuS nichts zu holen.

HSG Ortenau Süd: Richini, Betzler 3, Fimm 1, Bolz 2, Götz, Peter, Schilli 1, Enderlin 2, Wilhelm 8/5, N. Herzog 3, Heim, Glatz 2. TuS Ottenheim: Wußler, Kaufmann 1, Mattes, Frenk, Weide 1, Wilhelm 2, Funk 1, Thielke, Heimburger, Heim 1, Metier 6, Schneckenburger 9/5, Berchtenbreiter 7, Bertsch. Spiel-Film: 1:4, 6:10 (20.), 9:10 (24.), 9:14, 11:14 – 13:14, 14:19 (41.), 19:22 (50.), 20:25, 22:28.


LANDESLIGA SÜD


Kein Tief nach der Pause

TuS Ringsheim – HG Müllheim/Neuenburg 32:27 (15:13) (bz). Mit einer soliden Leistung sicherte sich der TuS Ringsheim zwei Punkte gegen die HG Müllheim/Neuenburg. Allerdings präsentierten sich die Gäste aus dem Markgräflerland am Sonntagnachmittag wesentlich stärker als ihr Tabellenplatz elf vermuten ließ. Ein Trainerwechsel im Lauf der vergangenen Woche hat der Mannschaft neues Leben eingehaucht. In der ersten Hälfte hielt die Mannschaft von Trainer Benjamin Michel ihren Gegner mit durchschnittlich drei Toren auf Distanz. Direkt nach Wiederanpfiff glich die Handballgemeinschaft schnell zum 16:16 aus, allerdings verzichteten die Gastgeber dieses Mal auf ihr beinahe schon obligatorisches Tief nach 40 Minuten. Stattdessen zeigten sie eine gute Abwehrleistung und nutzten vorne ihre Chancen konsequent und bauten so den Vorsprung aus.

TuS Ringsheim: Walter, Blust; Kölblin 10/7, Ribsam, Reiner 3, F. Mutschler, Jägle 2, Schlötzer 8, M. Mutschler 2, Lindemann 2, Ohnemus, Heim 4, Kaufmann 1. Spiel-Film: 1:1, 5:2 (9.), 7:5, 10:6, 12:9 (21.), 13:12, 15:13 – 16:16, 18:18, 22:19 (43.), 24:21, 25:23 (51.), 29:24, 30:26, 32:27. Zuschauer: 120.


SÜDBADENLIGA FRAUEN

Rutschiger Boden

SG Baden-Baden/Sandweier – TuS Ottenheim 26:33 (17:14) (lab). "Das sind wichtige Punkte", sagte Tobias Buchholz nach einem Spiel, das lange Zeit ausgeglichen war und nur wenige Glanzpunkte setzte. Darauf war der Coach jedoch gefasst, denn die Halle bietet mit seinem rutschigen Boden und dem Harzverbot keine guten Voraussetzungen. Die Ottenheimerinnen verschliefen die Anfangsphase und mussten zunächst einen Rückstand wettmachen. Doch so richtig fand der TuS im ersten Abschnitt nicht zu seinem Spiel. Nach dem Wechsel zeigten die Gäste dann aber eine starke kämpferische Einstellung, glichen schnell zum 17:17 aus, konnten sich aber zunächst nicht entscheidend absetzen. In der Schlussphase hatten die Ottenheimerinnen dann aber die besseren Reserven. Sechs Treffer in Folge brachten das 25:31 und damit die Vorentscheidung.

TuS Ottenheim: Jäkel, Harder; Broß, Schober 3, E. Günther 2, T. Günther 1, Saskia Gehrlein 4/1, Selina Gehrlein, Karl 10, Quennet 8, Hoppen 5, Spinner. Spiel-Film: 2:0, 4:1, 6:3, 6:6 (11.), 9:7, 10:10, 12:10 (21.), 14:11, 16:13, 17:14 – 17:17, 18:19 (38.), 20:21, 22:23, 25:25 (50.), 25:31, 26:33.