Erneute Bauchlandung

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Von BZ-Redaktion & Matthias Konzok

Mo, 18. Februar 2019

Südbadenliga

Dreiland-Handballerinnen haben in der Südbadenliga den Faden verloren – dritte Niederlage in Folge / HSG-Männer schonen ihre Kräfte.

HANDBALL (BZ/zok). Siegesverwöhnt sind die beiden Aushängeschilder der HSG Dreiland derzeit nicht. Die Handballerinnen des Lörrach-Weiler Clubs kassierten die dritte Niederlage in Folge, die HSG-Männer setzten den Fokus bereits auf die kommende Aufgabe.

SG Dornstetten – Dreiland 38:31
Vor einem Monat noch, da schwammen die Handballerinnen auf der Welle des Erfolgs. Mit zwölf Siegen am Stück schwebten sie über der Südbadenliga-Konkurrenz. Der Höhenflug jedoch ist beendet, nach der 31:38-Niederlage bei der SG Dornstetten hat sich bei der HSG ein Negativlauf manifestiert. Der Rückstand auf Spitzenreiter SG Schenkenzell/Schiltach beträgt nun drei Minuspunkte.

Zwar reiste das Dreiland-Team nicht in Bestbesetzung an, aber doch mit dem Gros seiner Leistungsträgerinnen. Im ersten Abschnitt lag die HSG fast durchweg in Führung, verlor nach dem 11:7 durch Miriam Weber (21.) jedoch den Faden. Die Gäste haderten zu sehr mit Schiedsrichterentscheidungen, "darunter litt zunehmend das Rückzugsverhalten", monierte Coach Christian Weber, und "zudem häuften sich die eigenen Fehler", was Dornstetten abgeklärt zur Wende genutzt habe. Hatten die Gäste über weite Strecken "die starken Rückraumschützinnen vom freien Wurf aktiv abgehalten", bekamen sie Alissa Lohmüller – sie erzielte in der Schlussphase der ersten Hälfte allein vier Treffer – nicht mehr in den Griff.

Nach 39 Minuten baute Dornstetten die Führung erstmals auf vier Tore aus (21:17), "vorne klappte in dieser Phase wenig und die Abwehr fiel zusehends auseinander", so Weber. Doch kämpfte sich die HSG, deren Rückstand sich binnen zweieinhalb Minuten "meist durch Gegenstöße nach eigenen Fehlern" von 21:26 auf 21:31 erhöhte (49.), per 5:0-Lauf auf fünf Tore heran (53.). Viel lief in der Partie über den Rückraum mit Sabrina Gruber (zwölf Tore) und Laura Puodziunaite (elf), die alle sieben Strafwürfe verwandelte. Die dritte Zwei-Minuten-Strafe und die damit verbundene Disqualifikation gegen Kreisläuferin Svenja Friedlin beendete die Aufholjagd indes "jäh", so Weber nach einer Niederlage, "die erst einmal verarbeitet werden muss".

Tore HSG: Gruber 12, Puodziunaite 11/7, Friedlin 3, Tepel 2, Weber 2, Winzer 1.

Spielfilm: 1:4 (8.), 5:5 (15.), 7:11 (21.), 12:12 (28.), 14:13 – 17:14 (34.), 22:19 (43.), 26:21 (46.), 31:21 (49.), 31:26 (53.), 38:31.


TV Ehingen – HSG Dreiland 30:22
Die Resultate sind das eine: Ein Punkt haben die Dreiländer in den letzten vier Partien ergattert. Die gegnerischen Kaliber sind das andere: Mit Ehingen traf die HSG dabei auf das dritte Team aus dem Spitzentrio. Entsprechend weiß HSG-Coach Igor Bojic die 22:30-Niederlage einzuordnen, ein Punktgewinn beim Tabellendritten wäre ein Bonus gewesen.

Der TVE verfüge über die beste 6:0-Deckung der Landesliga, so Bojic, folglich benötige es entsprechende Wurfgewalt aus dem Rückraum. Dazu fehlte den Gästen aber das Personal, und "wir hatten eine schlechte Wurfquote", so Bojic, der darin auch die Höhe der 22:30-Niederlage begründet sah. Im Spielverlauf verringerten die Gäste regelmäßig den Rückstand auf bis zu drei Treffer, konnten aber nie entscheidend verkürzen. Bestand nach Lucas Hopps Treffer zum 17:21 (47.) noch Hoffnung, sorgte Ehingen per 3:0-Lauf für klare Verhältnisse (24:17/51.).

Doch "ein Ziel haben wir erreicht", resümierte Bojic, und zwar "eine gute Vorbereitung auf das Spiel gegen den TV Meßkirch". Für die HSG (9.) ist das Duell gegen den Tabellennachbarn mit Blick auf den Abstiegskampf von größerer Bedeutung als das Gastspiel in Ehingen. Daher schonte Bojic diesmal einige Leistungsträger (Besemann, Welte) und gab Akteuren wie Jan Knössel oder Philip Müller, aber auch Torhüter Daniel Kavur erhöhte Einsatzzeiten. Maßnahmen, die sich nun im Heimspiel gegen Meßkirch am Samstag auszahlen sollen.

Tore HSG: Welte 5/5, Müller 4, Hopp 4, Pit Weber 3, Sain 2, Besemann 1, Bödeker 1, Maraj 1, Palasz 1.

Spielfilm: 4:1 (6.), 5:3 (13.), 9:6 (22.), 12:6 (27.), 14:8 – 16:11 (36.), 19:14 (42.), 21:17 (47.), 24:17 (51.), 26:21 (56.), 30:22.