HANDBALLTORE

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Von Quirin Laun & Nils Jakob Müller

Fr, 22. Februar 2019

Südbadenliga

OBERLIGA BA-WÜ

SG Heddesheim – SG Köndringen-Teningen. Nach dem Doppelpack am vergangenen Wochenende (Sieg in der Liga, Aus im Pokal) kehren die Teninger in den üblichen Rhythmus zurück. Am Sonntag gastiert das Team von Trainer Ole Andersen beim Tabellen-14. SG Heddesheim. Das Hinspiel gewann seine Mannschaft überaus deutlich mit 36:16. Ein Ergebnis, das laut Andersen besonders dem damals überragend haltenden Sebastian Kicki zu verdanken war: "Er hatte eine Quote von 72 Prozent gehaltener Bälle, was durch eine Mischung aus Können und Glück zustande kam." Aber so eine Leistung sei außergewöhnlich und passiere in diesem Maße selten. Heddesheim benötigt im Abstiegskampf jeden Punkt, "Wir müssen wach sein und Präsenz aufs Spielfeld bringen", so Andersen. Der SG-Trainer vermisste diese Präsenz im letzten Auswärtsspiel gegen Zizishausen (28:32). Will das Team um Kapitän Axel Simak weiterhin im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitreden, zählt nur ein Sieg.

SÜDBADENLIGA MÄNNER

TuS Schutterwald – HSG Freiburg. Der Aufsteiger aus Freiburg ist im neuen Kalenderjahr noch nicht in Schwung gekommen. Das verletzungsgebeutelte Team der Trainer Maximilian Wachter und Patrick Schweizer konnte in den fünf Partien nur drei Punkte ergattern. Besonders der Ausfall von Yannick Cesar schmerzt die HSG immens, dazu fallen seit Wochen Julian Kirchner, Timo Friedrich und Lukas Klein aus. "Fünf Spiele ohne Linkshänder ist nicht gerade optimal", so Wachter. Am Samstag steht dem Team um Kapitän Christoph Muy die schwere Aufgabe bevor, beim Zweiten in Schutterwald die Negativserie zu beenden.

BSV Phönix Sinzheim – SG Waldkirch-Denzlingen. Um einen vernünftigen Abschied aus der Südbadenliga wird es der Elztäler Spielgemeinschaft in den verbleibenden acht Spielen gehen. Denn auch wenn der Abstieg rein rechnerisch noch zu vermeiden ist, dürfte es nur noch um die Verbesserung spieltaktischer Abläufe und das Heranführen junger Spieler gehen für die nächste Landesliga-Saison gehen. Personell sieht es für das Team von Sebastian Strübin gut aus: Ohne Verletzte reist der Tabellenletzte nach Sinzheim.

SG Köndringen-Teningen II – TuS Oberhausen. Ein Derby findet am Sonntag, 17 Uhr, in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle statt. Dabei erwartet das Team von Manfred Chaumet den Aufsteiger aus Oberhausen, der nach dem 32:29-Auswärtssieg in Freiburg mit breiter Brust antreten dürfte. Das Chaumet-Team musste vergangene Woche bei der 26:28-Niederlage in Elgersweier das erste Mal nach vier siegreichen Partien hintereinander wieder Punkte lassen, befindet sich nach dem famosen Start ins neue Jahr jedoch in glänzender Position. Beide Teams können personell aus dem Vollen schöpfen.

LANDESLIGA MÄNNER
HG Müllheim/Neuenburg – TV Ehingen. "Beim Hinspiel konnten wir in der ersten Halbzeit gut dagegenhalten", erinnert sich HG-Trainer Alex Koss. Damals verlor seine Sieben trotz eines 15:15-Halbzeitstands mit 23:32. Mittlerweile hat sich der TVE unter den Top Drei der Liga etabliert. Da die Ehinger die Duelle gegen die direkte Konkurrenz verloren haben, stehen sich bei der HG unter Zugzwang, um weiter oben dabei zu bleiben. "Die möchten wieder in einen Lauf kommen, wir werden zuhause alles daransetzen, ihnen dieses Ziel nicht zu leicht zu machen", sagt Koss, dessen Truppe vergangene Woche beim Tabellenführer HU Freiburg nach drei Spielen ohne Niederlage wieder einmal den Kürzeren zog.
SG Gutach/Wolfach – HU Freiburg. "Wir sind bereit fürs nächste Endspiel, auf geht’s", sagt HU-Trainer Jonas Eble. Die Union müsse alle noch ausstehenden Partien als Endspiele betrachten, will sie den Vorsprung auf die Verfolger Herbolzheim und Ehingen halten, erklärt der Freiburger Trainer. Gerade in Hinblick auf die prekäre Situation des Gegners erwartet die Union in Gutach eine hitzige Partie. "Das ist für den Gegner Abstiegskampf pur, da kann eine gewisse Härte zutage kommen", vermutet Eble. "Wir müssen von Beginn an präsent sein und den Glauben der Gastgeber an einen Heimsieg brechen", fordert Eble. Dann sei sicher der fünfte Sieg in Folge drin.
TV Pfullendorf – TV Herbolzheim. Der TV Pfullendorf sei ein "unangenehmer Gegner", sagt TVH-Coach Mario Reif. Obwohl Herbolzheim beim arrivierten Landesligisten, der inzwischen nahe an die Abstiegsränge gerutscht ist, als Favorit ins Rennen geht, hält man beim Tabellenzweiten lieber den Ball flach. Vor allem die Abwehr hat Haag beim TVP als Stärke ausgemacht. Diese sei "schwer zu knacken und nicht gerade zimperlich." Seiner Favoritenrolle will Herbolzheim nach dem 39:27-Erfolg im Hinspiel nichtsdestotrotz gerecht werden – auch, um weiter an Spitzenreiter HU Freiburg dran zu bleiben.
SG Schenkenzell/Schiltach – TB Kenzingen. Im Hinspiel reichte es für Kenzingen trotz zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung nur zu einem Remis. "Hinten heraus hat uns die Erfahrung gefehlt, um den Sieg über die Zeit zu bringen", erklärt TBK-Trainer Florian König. Vier Monate später scheint sein Team in der Liga angekommen und will gegen den Tabellennachbarn die nächsten Punkte einfahren. "Schenkenzell hat zuletzt in St. Georgen gewonnen und wird entsprechend engagiert und motiviert versuchen, diesen Schwung mitzunehmen", schätzt König. "Wir müssen versuchen, an die bereits gezeigten Leistungen anzuknüpfen und unsere Fehler im Angriff zu minimieren." Den Gästen stehen bis auf die Langzeitverletzten Manuel Mutschler und Tobias Motz alle Mann zur Verfügung.

LANDESLIGA FRAUEN
ESV Freiburg – TV Todtnau. "Mehr Zugriff in der Abwehr und noch konstanter und genauer die Abläufe im Angriff spielen", definiert ESV-Coach Manuel Majocchi die Marschroute gegen den Tabellenzweiten. "Wir werden zwei Ausfälle im Rückraum kompensieren müssen", berichtet Majocchi. "Aber dennoch sollte Todtnau uns nicht unterschätzen."
HSG Mimmenhausen/Mühlhofen – SG Waldkirch/Denzlingen. "Es ist aktuell eine sehr schwierige Situation", sagt SG-Trainer Fabian Strübin vor der Partie beim Tabellendritten. Momentan stehen dem Waldkircher Coach nur fünf Spielerinnen aus dem Landesliga-Kader zur Verfügung. Um gegen den "klaren Favorit" (Strübin) antreten zu können, ist der Aufsteiger auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft und der Jugend angewiesen.

TuS Steißlingen II – SF Eintracht Freiburg. Die Freiburger Eintracht hofft im Abstiegskampf auf ihren guten Teamgeist. Gegen den Vierten gehe man "mit realistischen Erwartungen" in das Spiel, sagt SFE-Trainerin Katrin Waniek. Nichtsdestotrotz wolle man "zeigen, dass wir in die Liga gehören und das auch gegen höher spielende Teams".

SG Hornberg/Lauterbach/Triberg – HSG Freiburg III. Ausgerechnet vor dem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer plagen die HSG Freiburg III durch Verletzungen, Krankheit und anstehende Prüfungen große Personalsorgen. "Trotzdem hoffe ich, dass wir die Euphorie vom letzten Wochenende mitnehmen können und uns gut präsentieren", sagt HSG-Spielertrainerin Melanie Fanz.
HSG Dreiland II – TB Kenzingen. Die Rückrunde des TB Kenzingen läuft bislang schleppend: Nur eines der vier Spiele nach dem Jahreswechsel konnte das Team von Trainerin Carina Baab gewinnen. Die Konsequenz: Platz acht. Gegen den Tabellenletzten will der TBK seine Bilanz aufpolieren und Abstand zu den Abstiegsrängen gewinnen.