Eine neue Nummer eins aus Belgien

Tim Karcher

Von Tim Karcher

Fr, 20. September 2019

Tischtennis

Zweitliga-Tischtennisteam aus Offenburg will mit Nathalie Marchetti den Klasserhalt schaffen.

OFFENBURG (tik). Am Sonntag hat das Warten ein Ende. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase startet das erste Frauenteam der DJK Offenburg in der zweiten Tischtennis-Bundesliga in die Saison mit dem Südbaden-Derby gegen den ESV Weil (16 Uhr, Sporthalle am Sägeteich). Nach einjähriger Abwesenheit hat es die Mannschaft wieder ins deutsche Unterhaus geschafft und hat für dieses Jahr das Saisonziel Klassenerhalt ausgegeben.

Hierfür hat sich die DJK verstärkt. Als neue Nummer eins wechselte Nathalie Marchetti vom letztjährigen Zweitligisten ATSV Saarbrücken nach Südbaden und will in der kommenden Runde ihre Bilanz von zuletzt 13:19 im vorderen Paarkreuz verbessern. Dass die 23-jährige Belgierin noch Potenzial hat, zeigt die Tatsache, dass sie bereits in der Rückrunde in der vergangenen Saison mit 8:8 Siegen eine ausgeglichene Bilanz erspielen und sich somit im Vergleich zur Vorrunde verbessern konnte. Marchetti hat derzeit ihren höchsten TTR-Wert inne, der die Spielstärke angeben soll und die Position in den nationalen und internationalen Ranglisten bestimmt.

Für den Neuzugang in Offenburg ist Mannschaftsführerin Petra Heuberger in die zweite Mannschaft gerückt, die die Verstärkung in einer wohl schwierigen Regionalligasaison gut gebrauchen kann. Ansonsten ist das Team mit der Ungarin Edina Toth (28) und den zwei regionalen Identifikationsfiguren Jana Kirner (17) aus Teningen und Theresa Lehmann (24) aus Oberharmersbach gleich geblieben.

In Offenburg setzt man vor allem auf Konstanz in der Aufstellung, was auch in der vergangenen Runde das Rezept für den Aufstieg war. Der erste Gegner wird am Sonntag der ESV Weil sein. Dieser belegte in der vergangenen Runde den vorletzten Tabellenplatz, hat sich allerdings zur kommenden Saison mit Polina Trifonova vom TTK Großburgwedel verstärkt. Sie ersetzt die Britin Charlotte Carey, die in der vergangenen Saison die Lokomotive der Mannschaft im vorderen Paarkreuz war. Trifonova war die drittbeste Spielerin der 2. Bundesliga und bildet nominell mit Ievgeniia Vasylieva wohl mit das stärkste vordere Paarkreuz der Liga.

Allerdings hat Vasylieva die komplette letzte Runde kein Spiel bestritten und ist aktuell daher für gegnerische Mannschaften schwer einzuschätzen. Sollte sie am Sonntag in Offenburg wieder fehlen, steht mit Qian Wan aus der zweiten Frauenmannschaft des ESV Weil ein starker Ersatz bereit. In diesem Fall stünden aber die Chancen auf Punkte und einen guten Saisonstart für die Gastgeber nicht schlecht.