Ringen

Ellen Riesterer aus Freiburg und Aline Rotter-Focken kämpfen um Bronze bei der EM

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mi, 12. Februar 2020 um 18:22 Uhr

Ringen

Die Freiburger Freistilringerin Ellen Riesterer (21) verliert in Rom bei ihrer ersten EM-Teilnahme der Aktiven, darf aber am Donnerstag ebenso wie Aline Rotter-Focken um Bronze ringen.

Kein Losglück hatte Ellen Riesterer von der RKG Freiburg in der italienischen Hauptstadt. Die 21-jährige Junioren-Vizeweltmeisterin bis 50 Kilo unterlag im Viertelfinale der Gewichtsklasse bis 55 Kilo Olga Khoroshavteva überhöht mit 0:11 nach Punkten. Da die 25-jährige Russin, die im vergangenen Jahr Bronze bei der WM in Nur-Sultan (Kasachstan) geholt hatte, anschließend durch einen 9:8-Punktsieg gegen die Schwedin Sofia Magdalena Mattsson in den Endkampf einzog, darf Riesterer am Donnerstag um die Bronzemedaille ringen.

Allerdings mit geringen Aussichten. Denn die 30-jährige Skandinavierin ist Olympiadritte von 2016 in Rio de Janeiro. "Ellen hat die schwierigsten Gegnerinnen des gesamten Feldes. Im anderen Pool wäre es deutlich einfacher gewesen", sagte ihre ältere Schwester Kim der BZ.Im Ringen werden – ähnlich zum Tennis – zwei Pools gebildet. Im Gegensatz zum Tennis gibt es aber bei der Ringer-EM keine Setzliste. Je nach Auslosung können also auch vermeintlich stärkere Athleten vorzeitig ausscheiden beziehungsweise eher schwächer eingeschätzte Sportler bis ins Finale kommen.



Ellen Riesterer hatte bei der EM Turniererfahrung sammeln wollen für das erste von zwei Olympia-Qualifikationsturnieren, das im März stattfindet. Dann wird sie wieder fünf Kilo Gewicht abtrainieren müssen und in ihrer angestammten Klasse bis 50 Kilo starten. Bei Olympia sind unter anderem die Kategorieen bis 50 und 53 Kilo im Programm, die 55-Klasse hingegen nicht.

Die aus Krefeld stammende und am Olympiastützpunkt Freiburg trainierende Aline Rotter-Focken unterlag in der Klasse bis 76 Kilogramm im Achtelfinale mit 4:5 Punkten Yasemin Adar. Da die Türkin das Finale erreichte, hat Rotter-Focken am Donnerstag noch die Chance auf die Bronzemedaille. Ebenso zwei andere deutsche Athletinnen: Laura Mertens (Dormagen/bis 59 Kilo) und Anna Schell (Unterföhring/bis 68 Kilo).