Der erwartete Derbytriumph

Rolf Rombach

Von Rolf Rombach

Mo, 11. November 2019

Ringen

Rheinfelder Regionalliga-Ringer siegen 25:5 bei Adelhauser Reserve / WKG mit Remis "zufrieden".

RHEINFELDEN (roba). Perfekter Derbytag für den KSV Rheinfelden: Sowohl die Regionalliga- als auch die Bezirksliga-Mannschaft triumphierten bei den Reserveteams des TuS Adelhausen – ein Doppelerfolg am selben Tag auf dem Dinkelberg war den KSV-Ringern noch nie gelungen. Durch den 25:5-Sieg beim punktlosen Regionalliga-Schlusslicht Adelhausen II verbesserten sich die Rheinfelder auf Rang sieben.

"Anfang der Woche habe ich mir noch mehr erhofft", sagte TuS-Ringer Pascal Ruh, doch zwei Adelhauser (Berki, Krafft) wurden hochgezogen und so "wurde es durch die Umstellung mit der Bundesligamannschaft fast wie erwartet". Allerdings bot sich das Bild auf der Matte dann doch enger als das Ergebnis, was auch dem Kampfeswillen der fünf TuS-Jugendringer – der Altersschnitt der Reserve lag bei 21 Jahren – zuzuschreiben ist.

Im Greco bis 61 Kilogramm stellte Dovydas Urbanavicius durchweg aktiv gegen Patrick Hinderer. Der Konter am Mattenrand, wo der Adelhauser den Schwung seines Kontrahenten zu einer Vier-Punkte-Schleuder drehte, bestätigte die in ihn gesetzten Hoffnungen. Davon motiviert, versuchte sich Urbanavicius nochmals an Angriffen, musste aber durch einen Konter einen Takedown hinnehmen, womit Hinderer 7:4 gewann.

"Insgesamt war es der erwartete Sieg. Das stand für mich an der Waage schon fest", sagte KSV-Trainer Sascha Oswald. Sein Team habe taktisch gut gekämpft, "vor allem freut es mich für Eduard Frick, dass er den Kampf so eng halten konnte". Der Halbschwergewichtler, in der Rückrunde im Freistil bis 130 kg gesetzt, ging für den angeschlagenen Sebastian von Czenstkowski im Mittelgewicht auf die Matte und unterlag Reinier Perez erst in der Schlussminute (3:5).

Ein Remis erzielte die WKG Weitenau-Wieslet gegen den Tabellenzweiten KG Baienfurt-Ravensburg. "Wir sind zufrieden mit dem Punkt", gab sich WKG-Coach Kai Vögtlin nach dem 17:17 bescheiden. Wie schon im Hinkampf (14:17) war für Weitenau-Wieslet ein Sieg möglich. Zorhab Ohanian (71 F) verkürzte in einer furiosen Schlussminute von 0:13 auf 10:13 und gab beinahe nur einen statt zwei Zähler ab. Fünf Kämpfe gewann die WKG, deren Schlussduo ungewohnt chancenlos blieb – dies aber gegen Top-Ringer. Stefan Kilchling unterlag dem Moldawier Valeriu Toderean, Dennis Kronenberger dem Ex-Adelhauser Bundesliga-Ringer Andreas Henkel, der auch seinen neunten Saisonkampf gewann.