Schwarzer Samstag

roba, bz

Von Rolf Rombach & BZ-Redaktion

Mo, 11. November 2019

Ringen

Erstliga-Ringer der RG Hausen-Zell fliegen wohl aus Playoff-Rennen, Adelhausen bleibt auf Kurs.

LÖRRACH (roba/BZ). Ohne Probleme haben die Ringer des TuS Adelhausen ihre letzten beiden Aufgaben in der Bundesliga-Hinrunde gemeistert. Die RG Hausen-Zell hingegen erlebte ein enttäuschendes Wochenende.

Durch zwei Niederlagen ist die RG auf Rang sechs abgerutscht und hat sich wohl aus dem Playoff-Rennen verabschiedet. Beim KV Riegelsberg (16:19) erlebte Hausen-Zell einen schwarzen Tag, "es ist alles schiefgelaufen, was hätte schieflaufen können", klagte Trainer Florian Hassler. Taktisch ging die Umstellung von Alexandru Solomon ins Greco-Weltergewicht nicht auf, er konnte dem Bulgaren Konstantin Stas keinerlei Gegenwehr bieten und verlor technisch überhöht.

Für Solomon nominierte die RG in der 71er-Klasse Heiner Schmittel mit Übergewicht , "statt 4:4 wurde es ein 0:8", zeigte sich Hassler ernüchtert. Unzufrieden war er zudem mit der Ausbeute von Florian Neumaier (86 G) und Oli Hassler (130 G), denen nur knappe Punktsiege gelangen. Dem unglücklichen Samstag folgte ein ebenso wenig erfolgreicher Sonntag gegen die RKG Freiburg (14:16). Zur Pause lag Hausen-Zell mit 10:8 vorne, als einer der Schlüsselkämpfe folgte: Florian Neumaier musste sich Mihail Bradu trotz zweier Passivitätsvorteile mit 2:4 beugen, da der Freiburger seine angeordnete Bodenlage mit einem siegbringenden Durchdreher nutzen konnte.

RG-Ringer Kapraev gewinnt zu niedrig, Böhm verliert zu hoch

Der eine Klasse aufgerückte Zurab Kapraev (80 F) kam gegen den fünf Kilogramm leichteren Ion Vasilachi nicht über einen 7:0-Sieg hinaus – nur zwei Teampunkte für die RG. Arkadiusz Böhm (75 F) wiederum konnte nicht verhindern, dass Kevin Spiegel seinen Sieg in den Schlusssekunden auf 9:0 ausbaute und den Gästen drei Zähler bescherte. In der Summe verpasste Hausen-Zell dadurch einen Punktgewinn. "Ich war eigentlich mit den Jungs zufrieden. Wir hatten mit einem Sieg geliebäugelt, aber es hat nicht geklappt", resümierte RG-Sportchef Ralf Wagner das Endergebnis.

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der TuS Adelhausen. Am Samstag besiegte der Tabellenzweite den AC Heusweiler mit 21:8. Locker wie bei einer Trainingseinheit kamen die Harth-Brüder William (98 F) und Georg (80 F) zu Überlegenheitssiegen. Bereits in der ersten Runde gelang dies den Greco-Spezialisten Ivo Angelov (61) und Manrikos Theodoridis (71), der mit drei Aushebern den aufgerückten Alex Ufelmann in 54 Sekunden abfertigte (12:0-Führung). Auch vier Siege der Gäste vermochten am deutlichen Adelhauser Erfolg nicht zu rütteln.

Am Sonntag holte Adelhausen in Hüttigweiler ein auf dem Papier knappes 18:14, was auch dem geschuldet war, dass der TuS das 75er Freistil unbesetzt ließ und William Harth in Führung liegend von Denis Balaur geschultert wurde. Dennoch: Der Tabellenzweite gewann sechs Duelle und geht mit einer Niederlage belastet in die zweite Saisonhälfte.